International
Wütende Bauern demonstrieren am EU-Gipfel
Gut 700 wütende Milchbauern haben am Rande des Brüsseler EU-Gipfels ihrem Zorn über niedrige Milchpreise Luft gemacht. Bei den Protesten kam es zu Krawallen.
Artikel bewerten
Artikel teilen
Mehrere Landwirte versuchten mit Hilfe von zwei Traktoren, die Absperrungen zu durchbrechen, wie Augenzeugen berichteten. Die Polizei fuhr einen Wasserwerfer auf, um die Menge in Schach zu halten und sprühte Tränengas.
Milchbauern zündeten Strohballen an und skandierten «Wir sind das Volk!». Neben dem EU-Ratsgebäude stiegen Rauchwolken auf. Es habe keine Verletzten oder Festnahmen gegeben, sagte ein Polizist. Kurze Zeit später beruhigte sich die Lage.
Insgesamt waren mehrere hundert Milchbauern vor allem aus Deutschland zum zweitägigen Gipfeltreffen der EU-Staats- und Regierungschefs gereist. Die Landwirte waren teilweise schon am Wochenende mit etwa 500 Traktoren vor allem aus Deutschland aber auch aus den Niederlanden, Belgien, Luxemburg und Frankreich angereist. Sie klagen seit mehr als einem Jahr über sinkende Milchpreise.
Die Molkereien stehen gegenüber dem Handel wegen des scharfen Wettbewerbs zunehmend unter Druck, sehen sich aber auch dem Vorwurf ausgesetzt, die Bauern gegenüber den Handelsriesen wie Aldi oder Lidl nicht nachdrücklich genug zu verteidigen.
Um überleben zu können, fordern die Bauern rund 40 Cent pro Liter Milch. Derzeit bekommen sie etwa 25 Cent. Angesichts der Wirtschaftskrise sollen Europas Landwirte ihre milliardenschweren EU-Agrarsubventionen dieses Jahr früher erhalten. Vertreter der 27 Mitgliedstaaten gaben einem entsprechenden Vorschlag der Europäischen Kommission grünes Licht, wie die Behörde mitteilte.
Demnach können bis zu 70 Prozent der insgesamt 37 Milliarden Euro schon am 16. Oktober statt wie üblich am 1. Dezember ausgezahlt werden. Mit der Massnahme soll besonders den Milchbauern geholfen werden.
(ap/sda/kokb)
Meldungen im Tagesverlauf
- Konsumentenstimmung leicht erholt
- Schweinsteiger mit Aussenbandriss
- Nobel Biocare kommt nicht vom Fleck
- Hummler gibt NZZ-Präsidium ab
- Erben haften für die Miete
- Assad tötet weiterhin das syrische Volk
- Credit Suisse hat ein mageres Jahr hinter sich
- First Lady Michelle Obama hüpft sich zum Sieg
- Orell Füssli: Buchhandel drückt massiv auf den Gewinn
- Auf dem Tenniscourt: «Fedrinka» bekommen süssen Besuch
- Herzogin Catherine: Erster offizieller Auftritt ohne William
- Davis Cup 1992: Schweiz schnupperte am grossen Triumph
- Shaqiri definitiv zu Bayern München
- Overtime-Sieg von Anaheim
- Zankapfel Renten – Einigung in Athen lässt auf sich warten
- Kadetten vor kapitalem Heimspiel


38-jähriger Familienvater stirbt bei Lawinenunfall am Pilatus
Credit Suisse hat ein mageres Jahr hinter sich
Skihütten-Feeling im Auto – dank Cheminée
3D-Drucker erstellt Objekte auf Knopfdruck
Konsumentenstimmung leicht erholt
Nobel Biocare kommt nicht vom Fleck
Hummler gibt NZZ-Präsidium ab
Assad tötet weiterhin das syrische Volk
Berlin: Pergamonaltar ab 2014 in Renovation
Einigung über Megafusion zwischen Glencore und Xstrata
Kein Käse: Schweizer Produkte trotz Frankenstärke beliebt
Hersteller will Preis für Gripen senken
AKW Mühleberg notfallmässig abgeschaltet
Häufige Eisenbahn-Suizide von Schweizer Jugendlichen
US-Senator macht mit Steuergesetz Druck auf die Schweiz















J. grunberg, berlin
Verfasst am: 19.6.2009 16:46
Aber klar doch!
@ Wiederkehr Es gibt ja auch bei der Kommission... mehr
Zustimmen
Ablehnen
Heiklen Inhalt melden antworten
Heiklen Inhalt melden antworten
F. Kirschbein, Freiburg/Brsg.
Verfasst am: 19.6.2009 13:08
Ihre Idee
...ist nicht kommunistisch, sondern durchaus... mehr
Zustimmen
Ablehnen
Heiklen Inhalt melden antworten
Heiklen Inhalt melden antworten
F. Kirschbein, Freiburg/Brsg.
Verfasst am: 19.6.2009 12:36
Ihre Idee
...ist nicht kommunistisch, sondern durchaus... mehr
Zustimmen
Ablehnen
Heiklen Inhalt melden antworten
Heiklen Inhalt melden antworten