Wirtschaft
Fiat kauft Chrysler schon «sehr bald»
Der Oberste US-Gerichtshof hat den Weg für den geplanten Verkauf des Autobauers Chrysler an den italienischen Fiat-Konzern frei gemacht. Er wies einen Antrag zurück, mit denen mehrere Kläger das Geschäft zum Platzen bringen wollten. Das Geschäft soll noch heute abgeschlossen werden.
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Dies sagte eine mit den Firmenplänen vertraute Person. Chrysler selbst erklärte, man erwarte den Abschluss «sehr bald».
Die US-Regierung äusserte sich zufrieden über die Entscheidung: «Die Allianz Chrysler-Fiat kann nun weitergehen», erklärte das Weisse Haus. Sie erlaube es, dass Chrysler aus der Krise als «konkurrenz- und lebensfähiger Autobauer» hervorgehe.
Der Supreme Court veröffentlichte eine kurze Erläuterung der Entscheidung. Darin hiess es, um einen Aufschub zu erreichen, hätten die Kläger mindestens vier der neun Richter auf ihre Seite bringen müssen. Das sei nicht geschehen.
Damit steht dem geplanten Verkauf von Chrysler nichts mehr im Weg, der von einem US-Berufungsgericht in New York bereits genehmigt worden war. Die Italiener hätten das Geschäft abbrechen können, wäre es nicht, wie ursprünglich geplant, bis zum kommenden Montag unter Dach und Fach gewesen.
Diese Gefahr drohte aufgrund der von den Gegner verfolgten Verzögerungsstrategie. Hätten die Mailänder von ihrem Rücktrittsrecht Gebrauch machen, wäre Chrysler keine Alternative zur endgültigen Schliessung geblieben.
Gegen den Verkauf hatten zwei Pensionsfonds für Polizisten und Lehrer im US-Staat Indiana sowie ein staatlicher Bauprojektfonds geklagt. Die Investoren sehen sich schlechter gestellt als andere Gläubiger von Chrysler. Sie zweifelten zudem daran, dass die Staatshilfen für Chrysler verfassungskonform zustande gekommen seien.
Der Finanzdirektor von Indiana, Richard Murdock, äusserte sich enttäuscht über das Urteil des Supreme Court. Er sei weiter der Ansicht, dass die US-Regierung sich «unerhört» verhalten habe, sagte Murdock.
Auch Verbrauchergruppen und mehrere Einzelpersonen hatten Eilanträge gegen den Verkauf eingereicht. Sie wendeten sich gegen eine Bestimmung in der Vereinbarung mit Fiat, nach der das neue Unternehmen von anhängigen wie von zukünftigen Garantieansprüchen für vom bisherigen Chrysler-Konzern gebaute Autos freigestellt würde.
(ap/fref)
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