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Gericht stoppt Fusion Chrysler-Fiat

Dienstag, 9. Juni 2009, 1:47 Uhr, Aktualisiert 10:22 Uhr

Die Pläne von US-Präsident Barack Obama zur Rettung der Autoindustrie haben vor dem Obersten Gericht einen empfindlichen Rückschlag erlitten. Der Supreme Court entschied in Washington, den Einstieg des italienischen Autokonzerns Fiat bei dem insolventen US-Hersteller Chrysler bis auf weiteres zu stoppen.

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Es gab damit dem Eilantrag von Chrysler-Aktionären statt, die die Allianz verhindern wollen, wie aus einer Erklärung von Richterin Ruth Bader Ginsburg hervorgeht. Das Oberste Gericht wolle zunächst das Übernahmeverfahren auf seine Rechtmässigkeit prüfen.

Bis zum endgültigen Entscheid wird damit der Verkauf an Fiat gestoppt. Wie lange es dauert, bis die Obersten Richter entscheiden, ist offen. Das Gericht behielt sich die Möglichkeit vor, eine reguläre Anhörung zum Fall abzuhalten.

Die US-Regierung hatte zuvor beim Obersten Gerichtshof um eine rasche Genehmigung des Verkaufs geworben. Eine Blockade des Geschäfts hätte «gravierende Konsequenzen», hatte Generalstaatsanwältin Elena Kagan als Vertreterin des Justizministeriums erklärt. Drei Pensionsfonds aus dem Bundesstaat Indiana hatten geklagt, bei denen Chrysler mit rund 42 Millionen Dollar in der Kreide steht. Sie werfen dem Finanzministerium vor, mit der Zahlung von Hilfsgeldern aus dem Banken-Rettungspaket für den Autobauer Kompetenzen überschritten zu haben.

Ausserdem seien im Insolvenzverfahren Inhaber von besicherten Anleihen im Vergleich zu den Gewerkschaften schlechter behandelt worden. Dies sei verfassungswidrig. Ein Berufungsgericht in New York hatte diese Argumente am Freitag zurückgewiesen, den Vollzug der Transaktion aber bis Montag ausgesetzt. Das New Yorker Gericht hatte seinen Entscheid auch mit dem finanziellen Druck auf Chrysler begründet.

In Detroit erklärte Chrysler 100 Millionen Dollar für jeden weiteren Tag Verzögerung zu verlieren. Eine weitere Verzögerung birgt zudem das Risiko, dass sich Fiat aus dem rettenden Deal mit Chrysler zurückziehen könnte. Fiat hat bereits mit einem Rückzug gedroht, sollte es nicht bis 15. Juni vollzogen sein. Die US-Regierung hatte das Geschäft zwischen Chrysler und Fiat vermittelt und mit Bürgschaften in Milliardenhöhe abgesichert.

(sda/fasc)

Kommentare aktiv...

F. ertig Lustig, Bachab

Verfasst am: 9.6.2009 8:44

Gerichte?

Ich hoffe doch sehr dass sämtliche Angestellten... mehr

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F. ertig Lustig, Bachab

Verfasst am: 9.6.2009 8:40

Der Begriff "Verdienen"

Hier ein elegant perfektes Beispiel dazu.... mehr

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