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Erster Anne-Frank-Platz in der Schweiz

Sonntag, 7. Juni 2009, 13:39 Uhr, Aktualisiert 20:47 Uhr

Birsfelden hat einen bisher namenlosen Platz in Anne-Frank-Platz umbenannt. Die Baselbieter Gemeinde kam damit auch einem Wunsch von Buddy Elias, dem Leiter des in Basel beheimateten Anne-Frank-Fonds, nach. Anlass ist der 80. Geburtstag von Anne Frank am 12. Juni.

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Erster Anne-Frank-Platz in Birsfelden

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Neben Elias nahm auch der Birsfelder Gemeindepräsident Claudio Botti an der offiziellen Zeremonie zur Umbenennung des bisher namenlosen Platzes in Anne-Frank-Platz um. Es wurde eine Tafel enthüllt, auf der steht: «Anne Frank, Symbolfigur aller unschuldig Verfolgten, geboren 1929, umgekommen 1945 in Bergen-Belsen».

Elias sagte in seiner Rede, dass Anne Frank vor dem Krieg mehrmals in der Schweiz gewesen sei und hier auch Reisen unternommen habe. Die Baselbieter Gemeinde Birsfelden war von 1953 bis zu seinem Tod 1980 die Wohnsitz-Gemeinde von Otto Frank, dem Vater von Anne. Hier liegt er auch begraben. Otto Frank überlebte als Einziger der Familie die Verfolgung durch die Nazis.

Schon seit längerer Zeit bemühte sich Elias, selbst Cousin von Anne Frank, um eine solche Ehrung für Anne Frank. Nachdem Anfragen in Basel negativ beantwortet worden waren, wandte sich Elias vor einigen Jahren an den Gemeinderat von Birsfelden, wo die Anfrage schliesslich auf positive Resonanz fiel.

Wie Gemeindeverwalter Walter Ziltener sagte, hat sich der Birsfelder Gemeinderat schon aus eigenem Antrieb zu einem früheren Zeitpunkt Gedanken gemacht, wie die Familie Frank geehrt werden könnte.

Die Familie Frank war ein Jahr nach der Machtergreifung von Adolf Hitler 1933 aus Frankfurt am Main ins neutrale Holland ausgewandert. Nach dem Einmarsch der Wehrmacht 1940 in den Niederlanden versteckte sich die Familie ab 1942 in einem Amsterdamer Hinterhaus.

In dieser Zeit bis zu ihrer Entdeckung - das Versteck der Familie war verraten worden - schrieb Anne, ihr vollständiger Name lautete Annelies Marie, ein Tagebuch. Der letzte Eintrag datiert vom 1. August 1944, drei Tage bevor die Familie entdeckt und deportiert wurde.

Das Tagebuch konnte Otto Frank retten, der als einziger der Familie das Konzentrationslager überlebte. Anne kam mit ihrer Schwester anfangs 1945 nach einer Typhus-Epidemie im KZ Bergen-Belsen ums Leben. Das «Tagebuch der Anne Frank» wurde in insgesamt 55 Sprachen übersetzt und hatte im Laufe der Jahre Millionen von Lesern in aller Welt, nicht zuletzt Jugendliche und junge Erwachsene.

(ap/bosy)

Kommentare aktiv...

D. Zosso, Bern

Verfasst am: 8.6.2009 10:02

Kann man?

Kann man etwas UM-benennen, was bisher namenlos... mehr

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S. Scheibler, Basel

Verfasst am: 7.6.2009 20:34

Anne-Frank-Platz

Anne Frank, Symbolfigur aller unschuldig... mehr

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P. Jehli-Kamm, Hätzingen

Verfasst am: 7.6.2009 20:01

Wer bringt den Birsfeldern schreiben bei?

Anne Frank-Platz? Nein! Anne-Frank-Platz! Anne... mehr

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