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Hardturm-Projekt klar abgespeckt

Donnerstag, 4. Juni 2009, 10:12 Uhr, Aktualisiert 05.06.2009, 0:36 Uhr

Das neue Zürcher Fussballstadion wird deutlich kleiner als bisher geplant. Statt über 30'000 soll es nur noch über rund 20'000 Plätze verfügen. Die sogenannte Mantelnutzung mit Einkaufszentrum wird aufgegeben, weil kein Ende der Rechtsverfahren absehbar ist. Die Anwohner sind zufrieden mit dem neuen Projekt und sehen vorerst keinen Grund für Einsprachen.

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Kein Grossstadion im Hardturm

Damit die Stadt Zürich ein reines Fussballstadion ohne Mantelnutzung bauen kann, braucht es eine Landbereinigung der Grundstücke von Credit Suisse und der Stadt Zürich, wie die Trägerschaft des Hardturmstadions in einer Mitteilung schreibt.

So könnten kommerzielle Nutzungen wie Dienstleistungen und Wohnungen für Investoren auf einem separaten Areal realisiert werden. Die Stadt Zürich und die Credit Suisse wollen damit laut Communiqué gemeinsam die Basis für eine Projektalternative legen.

Aus diesem Grund würden Stadt und CS zwar weiterhin in Form einer gemeinsamen Trägerschaft einen neuen Architekturwettbewerb ausschreiben. Gebaut werden soll das neue Stadion jedoch von der Stadt. Die Kosten werden auf 100 Millionen Franken geschätzt statt der bisher geplanten rund 400 Millionen.

Für die Finanzierung der rund 100 Millionen Franken soll die Idee der «Volks-Aktiengesellschaft» aufgegriffen werden. An dieser «Volks-Aktiengesellschaft» sollen sich nebst Stadt und weiteren Investoren auch die beiden Fussballclubs beteiligen. Später sollen im Sinne einer Publikumsgesellschaft auch die Zürcherinnen und Zürcher beziehungsweise die Fussballfans Aktien kaufen können.

Begründet wird die Aufgabe des bisherigen Projekts vor allem damit, dass kein Ende der Rechtsstreitigkeiten absehbar sei. Das Hin und Her um den Bau des neuen Zürcher Fussballstadions auf dem Hardturm dauert seit rund acht Jahren an.

In diesen acht Jahren hätten sich auch die Bedingungen für die Wirtschaftlichkeit des Projekts geändert, heisst es weiter. Mittlerweile sei das vorgesehene Stadion kein wirtschaftlich interessantes Projekt mehr.

Es sei bedenklich, dass ein Abstimmungsentscheid mit rechtlichen Verfahren verzögert und schliesslich untergraben werden könne, sagte sie. «Es ist für uns eine bittere Pille, dass die Verzögerungstaktik der hartnäckigen Anwohner Erfolg hatte.» Für diese sei das nun natürlich ein «toller Erfolg», sagte Martelli.

Die Anwohner-Gemeinschaft IG Hardturmquartier ist über den Entscheid, das Zürcher Stadionprojekt zu stoppen, erleichtert. Das Aus für das Riesenstadion sei ein «Sieg der Vernunft», sagte Co-Präsidentin und SP-Kantonsrätin Monika Spring.

Das neue Projekt sei eine gute Lösung in vernünftiger Grösse. «Sofern die Baugesetze eingehalten werden, sehen wir bis jetzt keinen Grund für Einsprachen», sagte sie weiter. Gleichzeitig wehrt sich die SP-Kantonsrätin gegen das «Verhinderer-Image» ihrer Anwohner-Gemeinschaft. «Wären beim alten Projekt die Baugesetze eingehalten worden, hätten wir vor Gericht keine Chance gehabt.» Das Gesetz sei aber an mehreren Orten verletzt worden.

Spring ist zudem überzeugt, dass es vor allem wirtschaftliche Gründe sind, welche die Credit Suisse nun zur Aufgabe gezwungen hätten. «In der heutigen wirtschaftlichen Lage ein neues Shopping-Center zu bauen, macht wenig Sinn.»

(sf/sda/hues)

Kommentare aktiv...

T. Flückiger

Verfasst am: 4.6.2009 22:55

An A. Hirsch

Ich muss sagen es ist natürlich schon schade,... mehr

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A. Hirsch, Seuzach

Verfasst am: 4.6.2009 15:06

Enttäuschung

Das kann es wirklich nicht sein. Ich habe vor x... mehr

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E. Hasler, Zürich

Verfasst am: 4.6.2009 14:43

Nun will's niemand gewesen sein

Frau Spring, SP Kantonsrätin und Co-Präsidentin... mehr

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