Schweiz
Leuthard: Banken sollen Maschinenindustrie helfen
Die Maschinen- und Metallindustrie in der Schweiz spürt die Folgen der Wirtschaftskrise besonders stark. Der Branchenverband Swissmem denkt über einen vom Bund unterstützten Hilfsfonds nach und fordert einen einfacheren Zugang zu Krediten. Doch Volkswirtschaftsministerin Doris Leuthard spielt den Ball den Banken weiter.
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«Wir haben schon zwei Hilfspakete beschlossen», sagte Leuthard gegenüber der «Tagesschau» zur Frage nach einem möglichen Rettungspaket für die Maschinenindustrie. Das helfe der Maschinenindustrie aber nur in bescheidenem Ausmass. «Es ist uns bewusst, dass die Kreditzugänge schwierig sind, deshalb appelliert der Bundesrat immer auch an die Banken.»
Eine wichtige Rolle spiele auch die Schweizerische Nationalbank (SNB). Diese habe auch schon mit diversen Zinsschnitten reagiert und behalte den für die Exporte wichtigen Frankenkurs im Auge.
Die Bestellungen bei der Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie sind im ersten Quartal um mehr als 40 Prozent eingebrochen. Nun seien bis zu 20'000 Arbeitsplätze gefährdet, sagte der Chef des Branchenverbands Swissmem, Johann Schneider-Ammann.
Swissmem hatte zuvor ebenfalls Forderungen an die Adresse der Politik gestellt. Schneider-Ammann verlangt nach dem massiven Auftragsrückgang seiner Branche, dass die Unternehmen leichter zu Krediten kommen müssten.
Schneider-Ammann sagte gegenüber der «Tagesschau und Schweizer Radio DRS, es sei jetzt wichtig, dass die Politik dafür sorge, dass die Firmen rasch zu derartigen Krediten kommen könnten. Auch müsse die Exportrisiko-Garantie erhöht werden, damit die Schweizer Firmen gleiche Konditionen wie die Konkurrenz im Ausland erhielten.
Weil die Firmenfinanzierung künftig schwieriger werde, fordert Swissmem einen Hilfsfonds. Dieser soll von Industrie selbst - mit Einbezug der Nationalbank und damit des Staates - finanziert werden, um grösseren Firmen Durststrecken überdauern zu helfen. Schneider-Ammann sprach in diesem Zusammenhang von einem Betrag im Milliardenbereich.
Auch die Gewerkschafter sind von der Lage in der Maschinenindustrie alarmiert und fordern ein drittes Konjunkturpaket vom Bund. Jetzt müsse der Staat seine Verantwortung übernehmen und der kriselnden Wirtschaft unter die Arme greifen, erklärte Corrado Pardini, zuständig für den Sektor Industrie bei der Gewerkschaft Unia, gegenüber Schweizer Radio DRS.
«Der Gewerkschaftsbund fordert fünf bis sechs Milliarden Franken. Ich glaube es wäre an der Zeit, dass wir über eine Zahl von zehn Milliarden Franken sprechen würden», macht Pardini die politische Forderung klar.
Ein drittes Konjunkturprogramm müsse sich ausserdem auf die Weiterbildung und die frühzeitige Pensionierung ausrichten. Nur so lasse sich die schwierige Lage auf dem Arbeitsmarkt bewältigen.
Der Branchenverband Swissmem fröne immer noch der FDP und der bürgerlichen Logik nach. «Es zeigt sich langsam, dass all diejenigen, die glauben, dass sich der Markt selber wieder reguliert, auf dem Holzweg sind», so Pardini.
Die Schweiz müsse ihre Industrie nun neu ausrichten – weg vom Zulieferer der Autoindustrie, hin zum Zulieferer im Bereich erneuerbarer Energien, so Pardini. Da hinke die Schweiz Europa hinten nach.
Der Präsident der Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie, Johann Schneider-Ammann, steht einem dritten Konjunkturprogramm kritisch gegenüber. Dieses «hätte vor allem Wirkung in der Schweiz, wir sprechen aber von einer Exportindustrie», sagte er gegenüber Schweizer Radio DRS.
(sf/drs/sper/sidd)
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A. Müller, zürich
Verfasst am: 28.5.2009 12:57
An unseren Mitte-Freund Schwiizer
Also B.Schwiizer, ich muss wohl nicht erwähnen,... mehr
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N. Binsberger, St. Gallen
Verfasst am: 28.5.2009 11:53
Mittelalter II (Fortsetzung)
Die Banken schmücken sich also mit fremden... mehr
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N. Binsberger, St. Gallen
Verfasst am: 28.5.2009 11:37
Mittelalter
@Schwiizer 8:40: wie kommen Sie auf Mittelalter?... mehr
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