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«Für mich ist mit dieser Erstbefahrung ein Traum in Erfüllung gegangen», schwärmte Kestenholz nach geglücktem Unterfangen gegenüber «10vor10».
Und obwohl er schon einige Adrenalin-fördernde Aktionen unternommen hat, war auch dieser Flug wieder etwas Spezielles: «Was für ein Gefühl auf 4500 Meter den kleinen Schirm aufzuziehen, um innerhalb von wenigen Sekunden auf 100 Kilometer pro Stunde zu beschleunigen und als erster Mensch einen Bogen in die Matterhorn-Nordwand zu ziehen!»
Perfekte Wetterverhältnisse unumgänglich
Um vom steilen und exponierten Gipfel in die Nordwand hinaus zu starten, brauchte es perfekte Wind-und Schneebedingungen. Diese hat Kestenholz jetzt vorgefunden: «Die Schneebedingungen am Matterhorn sind zur Zeit ideal, für die perfekten Windbedingungen musste ich hingegen über einen Monat warten.»
Die Wetterprognose hatte nur ein kurzes Zeitfenster mit schwachem Wind auf 4500 Meter über Meer versprochen. Innerhalb eines halben Tages mussten deshalb Bergführer, Kameraleute, Fotograf und Helikopter organisiert werden.
Dank einem flexiblen und professionellen Team konnte die ganze Aktion durchgeführt werden, bevor am Mittag die Windgeschwindigkeit schon wieder zu hoch war.
Eiger, Mönch und Jungfrau waren nicht genug
«Nachdem ich mit Mathias Roten Eiger, Mönch und Jungfrau befahren hatte, fragten wir uns ob wohl das Matterhorn fahrbar wäre. Es war unser Traum, dieses Schweizer Wahrzeichen als erstes zu befahren» erklärte der Snowboard-Profi Kestenholz.
Nach Gesprächen mit Bergführern, Fotostudien und langen Studien von Google-Earth-Bildern wusste Ueli, dass eine Befahrung vom Gipfel bei perfekten Bedingungen möglich sein sollte.
Nach dem Start auf 4500 Metern ging's fliegend weiter Richtung Ostwand vorbei am Filmpartner Walter Bäbler. Auf der Höhe der Solvayhütte fangen die grossen Schneefelder an.
Der harte Schnee in den grossen Schneefeldern auf Höhe der Solvayhütte mit seiner leichten Sulzschicht führte zu hoher Geschwindigkeit. Der Heli mit Fotograf und Filmer hat Mühe mit dem Tempo von Ueli mitzuhalten.
2000 Höhenmeter in knapp 2 Minuten
«Mein kleiner 7 Quadratmeter grosser Schirm war so schnell auf dieser Höhe! Ich musste versuchen die Skis möglichst quer zur Falllinie zu stellen um überhaupt am Boden zu bleiben und damit die Geschwindigkeit zu kontrollieren», beschreibt Kestenholz eine der Schwierigkeiten einer solchen «Flug-Fahrt».
Zwei Felsklippen und ein Gletscherabbruch später landete er sicher auf dem Gletscher am Fusse des Matterhorns. Zwei Minuten brauchte er für die knapp 2000 Höhenmeter. Wohl nicht umsonst heisst die Sportart Speedriding.
(sf/fref)
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22.5.2009 17:24
auch für die Versicherung, falls dies nicht... mehr …
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