Schweiz
Krawalle nach Spiel FCZ-FCB
Nach dem Fussball-Meisterschaftsspiel zwischen dem FC Zürich und dem FC Basel haben sich am Sonntag in Zürich schwere Ausschreitungen ereignet. 15 Personen, darunter sieben Polizisten, wurden leicht verletzt, wie die Stadtpolizei Zürich mitteilte. 14 Personen wurden festgenommen. Der öffentliche Verkehr wurde gestört.
An dem Krawall nach dem Abpfiff des Meisterschaftsspiels, das der FCZ mit 3:1 Toren verlor, waren gemäss Polizeimitteilung vorwiegend Jugendliche und Kinder beteiligt.
Fangruppen beider Lager suchten ausserhalb des Stadions Letzigrund mehrmals die Konfrontation. Ein Grossaufgebot der Polizei verhinderte dies mit Tränengas-, Gummischrot- und Wasserwerfereinsätzen. Die Polizisten wurden immer wieder von randalierenden Fans angegriffen und mit Gegenständen beworfen, wie es in der Mitteilung heisst.
Beim Abmarsch der Basler Fans zu zwei Extrazügen im Bahnhof Zürich-Altstetten wurde ein Tankstellenshop beim Einkaufszentrum Letzipark geplündert. Der erste Extrazug nach Basel konnte fahrplanmässig um 18.45 Uhr vom Bahnhof Zürich-Altstetten abfahren, wie SBB-Sprecher Reto Kormann auf Anfrage sagte.
Der zweite Extrazug, dessen Abfahrt für 18.56 Uhr geplant war, wurde aber zunächst von FCZ-Fans blockiert und laut Kormann mit Steinen beworfen. Laut Polizeimitteilung eskalierte danach die Lage.
Bereits in den Zug eingestiegene Basler Fans stiegen wieder aus und hielten sich auf den Gleisanlagen auf. Die Polizei konnte die direkte Konfrontation der beiden Lager vorerst verhindern, geriet dabei aber zwischen die Fronten. Die Polizisten wurden während längerer Zeit mit Hunderten von Steinen und Flaschen beworfen. Die Ordnungskräfte antworteten mit Tränengas, Gummischrot und Wasserwerfern.
Nachdem der zweite Extrazug mit mehr als einstündiger Verspätung kurz nach 20.00 Uhr abfahren konnte, beruhigte sich die Lage zusehends, wie die Stadtpolizei mitteilte. Einen Einfluss dürften auch kräftige Regenschauer gehabt haben, die zu dieser Zeit auf Zürich niederprasselten.
Während des Krawalls wurden im Umfeld des Bahnhofs Altstetten auch Strassensperren errichtet und mehrere Container angezündet. Der öffentliche Verkehr wurde durch den Krawall erheblich gestört. Der Bahnhof Zürich-Altstetten war laut SBB-Sprecher Kormann zeitweise gar nicht mehr und zeitweise nur beschränkt befahrbar. Im Fernverkehr gab es bis zu 20 Minuten Verspätung.
Mehrere S-Bahn-Züge mussten vorzeitig gewendet werden oder fielen ganz aus. Vom Krawall betroffen waren auch Tram- und Busverbindungen.
Unter den Verletzten befand sich auch ein Jugendlicher, der von einem Hallendach aus die Polizei mit Gegenständen beworfen hatte, wie die Polizei berichtete. Ohne Fremdeinwirkung brach das Eternitdach plötzlich ein, und der Jugendliche stürzte mehrere Meter in eine darunter liegende Baugrube. Er wurde dabei leicht verletzt.
Bis am späteren Sonntagabend nahm die Stadtpolizei Zürich 14 Personen fest, darunter vier Jugendliche. Sie müssen sich unter anderem wegen Gewalt und Drohung gegen Beamte, Körperverletzung, Raufhandel und Diebstahl verantworten. Genauere Angaben zur Identität der Festgenommenen lagen vorerst nicht vor.
Bereits am Samstagnachmittag hatten sich nach dem Erstliga-Fussballspiel FC Freiburg - FC Martigny-Sports in Freiburg Ausschreitungen zwischen Freiburger Fans und Anhängern von Martigny aus den Kantonen Wallis und Genf ereignet. Die beiden Lager gerieten mehrmals aneinander, wurden aber von der Polizei jeweils getrennt, wie die Freiburger Kantonspolizei am Sonntag mitteilte.
Zwar flogen Fäuste, Flaschen und Steine, doch wurde niemand verletzt. Zahlreiche an den Auseinandersetzungen Beteiligte müssen administrative oder strafrechtliche Folgen gewärtigen. Freiburg war Martigny mit 0:1 Toren unterlegen.
(sda/hesa/halp)
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R. Bolliger, Orpund
Verfasst am: 18.5.2009 19:07
Nein, ich meine die...
..letzten 2 eidgenössischen Wahlen und in fast... mehr
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M. Seitz, Oberrieden
Verfasst am: 18.5.2009 15:09
Polizei?
Vor 3 Jahren war das ganze Schweizer Polizeikorps... mehr
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A. Arnold, Ebikon
Verfasst am: 18.5.2009 14:38
Fussball
Das sind alles kranke Chaoten,einfach primitiv... mehr
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