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Rauchverbot macht Casinos zu schaffen

Dienstag, 12. Mai 2009, 12:29 Uhr, Aktualisiert 20:33 Uhr

Die in verschiedenen Kantonen 2008 eingeführten Rauchverbote haben den Casinos stärker zugesetzt als die Wirtschaftskrise. Aber auch kommerzielle Pokerturniere machen den Spielbanken zu schaffen, wie ihr Verband mitteilte. Es brauche bessere Rahmenbedingungen für die Casinos.

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Casinos verbuchen Umsatzrückgang

«Nach den Anfangsjahren mit stetigem Wachstum musste im Jahr 2008 erstmals ein Rückgang des Gesamtumsatzes der Spielbanken verzeichnet werden», sagte Daniel Frei, Präsident des Schweizer Casino Verbands, an der Bilanzmedienkonferenz in Bern.

Der Bruttospielertrag der 19 Schweizer Casinos sank im Vergleich zum Vorjahr wie bereits berichtet um 2,7 Prozent auf 992 Millionen Franken. In den ersten drei Monaten des laufenden Jahres betrug der Rückgang gar 9,7 Prozent.

Die Auswirkungen der Rezession waren laut Frei bei einzelnen Casinos gegen Ende des Jahres spürbar. Viel stärker hätten sich aber die von den Kantonen Tessin, Graubünden und St. Gallen eingeführten Rauchverbote ausgewirkt. Der Grund dafür liegt laut Frei darin, dass in Casinos mehr als die Hälfte der Gäste Raucher sind.

Im Vergleich dazu liege der Anteil der Raucher an der Gesamtbevölkerung nur bei 29 Prozent. Als Beispiel führte Frei das Casino St. Gallen an, wo der Bruttospielertrag nach In-Kraft-Treten des Rauchverbots um 26 Prozent einbrach. Nötig sei hier eine für die Casinos verträgliche Umsetzung der Verbote.

Negativ wirkten sich nach Angaben des Verbands zudem Pokerturniere von Dritten aus, an denen auch von Casinos gesperrte Spieler teilnähmen. Monatlich fänden hunderte solcher Turniere statt, hiess es. Inzwischen habe sich eine kommerzielle Parallelbranche entwickelt. Vor Bundesverwaltungsgericht ist in diesem Zusammenhang eine Beschwerde hängig.

In Anbetracht der schlechten Konjunkturlage kritisierte der Verband erneut die vom Bundesrat Anfang Jahr angekündigte Steuererhöhung für A-Casinos als unhaltbar. Die Überlegungen für eine Erhöhung der Spielbankenabgabe seien in einem Zeitpunkt von guten und steigenden Casino-Erträgen aufgenommen worden, sagte Frei.

Zudem müssten erst die Mängel der heutigen Besteuerung behoben werden. So sei etwa die kalte Progression noch nie ausgeglichen worden.

(ap/hesa)

Kommentare aktiv...

D. Duck, Entenhausen

Verfasst am: 12.5.2009 19:43

Natürlich kann Geld auch durch Arbeit verdient werden -

nur je mehr wir solche Verbote erlassen und damit... mehr

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P. Müller, Zürich

Verfasst am: 12.5.2009 19:38

Zynisch?

Nun ja, grundsätzlich sehe ich das zynische... mehr

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R. Burkhardt, Hadsund

Verfasst am: 12.5.2009 16:05

Liebe(r) S. Gallo

Bitte überlegen Sie sich nochmals Ihre... mehr

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