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«Sparlampe bedroht unsere Lichtkultur»

Mittwoch, 6. Mai 2009, 14:05 Uhr, Aktualisiert 07.05.2009, 12:00 Uhr

Bis 2012 werden sämtliche herkömmlichen Glühbirnen in der Schweiz und im gesamten EU-Raum aus den Verkaufsregalen verschwinden und endgültig durch Energiesparlampen ersetzt. Der Münchner Ingo Maurer, einer der bekanntesten Designer, befürchtet darum das Ende unserer Lichtkultur.

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Licht aus für die Glühbirne – wie die Sparlampe das Lichtdesign verändert

Für den weltbekannten Münchner Lichtdesigner Ingo Maurer ist der Aufbruch ins Zeitalter der Leuchtstoff-Birne eine düstere Perspektive: «Ich fühle mich bevormundet. Es nimmt uns einen Teil der persönlichen Freiheit zu entscheiden, wie man sich gerne beleuchten möchte oder wie man sich wohlfühlt», sagte er in «kulturplatz».

Einigen Design-Meilensteinen droht ein Debakel. Das berühmte Joseph-Beuys-Werk muss man von «Lamp» in «Economy Lamp» umbenennen. Und Lars Erik Hofstätters «Paparazzo» verliert den Kopf.

Die neue Sparlampen-Verordnung ist auch eine Herausforderung für das Zürcher Opernhaus. Der Abschied von der Glühbirne schafft hier grosse Probleme.

Als Übergangslösung ersetzen im Kronleuchter des Hauses Halogen-Birnen die alten Leuchtkörper. Für alle historischen Stillampen eignen sie sich nicht.

Doch auch «Normalverbraucher» mit einem Hang zu besonderem Design müssen sich überlegen, welche Art von Licht sie künftig in ihr Dunkel bringen. Der Zürcher Möbelhändler Fabio Dubler verkauft Lampen der 50er- bis 70er-Jahre. Wer so ein Kultobjekt kauft, will die Originalbirne dazu, betont Dubler.

Seinen Nostalgiestücken zuliebe müsste er zum Glühbirnenantiquar werden: «wenn es die Kundschaft fordert, legen wir einen Vorrat an.»

Werden Lampenverkäufer also zu Birnen-Dealern? Müssen sie die alte Wärme-Funzel als heisse Ware unter dem Ladentisch handeln? Immerhin werden schon heute Glühbirnen gehamstert. Die deutsche Baumarktkette Praktiker stellte bereits eine Verdoppelung des Umsatzes mit alten Glühbirnen im Vergleich zum Vorjahr fest.

Der Luzerner Lichtdesigner Gabriel Baltensweiler versucht sich den technischen Neuerungen anzupassen. Mit der sparsamen Leuchtstoff-Röhre hatte er vorerst wenig Erfolg. «Im Wohnbereich fand sie keine Akzeptanz. Doch dann kam LED.» Die Leuchtdiode ist effizient, wirft klar konturierte Schatten und ist gut dimmbar. Jedoch bleibt ihr Licht weiss.

Die Lösung läge wohl in der Kombination von weissen und farbigen LEDs, glaubt Baltensweiler. Der dafür benötigte technische Aufwand stelle dabei eine Hürde dar. Und weiter: «In drei, vier Jahren dürfte es möglich sein, solche Chips zu entwickeln. Allerdings nicht zum Tarif einer Glühbirne.»

(sf/fref)

Kommentare aktiv...

P. Reinmann, Gerlafingen

Verfasst am: 7.5.2009 10:01

Glühlampen sind schlicht ineffizient....

über 90 % gehen durch Wärme verloren. Dass... mehr

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J. Lorber, Zürich

Verfasst am: 7.5.2009 9:54

Kein Wunder.

Betrachtet man mal den Produktions und... mehr

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D. Papadopoulos, Boulogne

Verfasst am: 7.5.2009 2:20

So ein Schwachsinn

Wieder einmal einer dieser grünen Hirnfurze. Wer... mehr

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