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Sunrise zeigt Swisscom bei der Weko an

Dienstag, 5. Mai 2009, 13:31 Uhr

Das Telekom-Unternehmen Sunrise zieht erneut die Swisscom vor den Kadi. Sunrise wirft ihrer Konkurrentin Marktmissbrauch vor und hat bei der Wettbewerbskommission (Weko) Anzeige erstattet, weil die Swisscom ihr einen Grossauftrag der Post weggeschnappt hat.

Logo von Swisscom.
Vorwurf des Marktmissbrauchs: Die Swisscom hat Sunrise einen Grossauftrag der Post weggeschnappt. (reuters)

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Konkret geht es um die öffentliche Ausschreibung der Breitbandanschlüsse der Post im Januar 2009 für Postfilialen und Postomaten. Sunrise sei die klare Favoritin gewesen, schreibt das Unternehmen in einer Mitteilung. Die Post habe den Auftrag dann aber der Swisscom erteilt.

Die Swisscom habe der Post einen Preis offeriert, der «mehrere Millionen unter den eigenen Grosshandelspreisen» liege, teilte Sunrise mit. Dies stelle einen Missbrauch der Marktmacht dar.

Das Swisscom-Angebot habe 4,5 Mio. Franken unter dem Grosshandelspreis gelegen, den die Ex-Monopolistin zuvor Sunrise für einen Teil der ausgeschriebenen Leistungen offeriert habe.

Der Fall zeige, dass sich Swisscom intern die besseren Konditionen gebe als den Grosshandelskunden. «Auf diesem Weg kann der Markt kontrolliert werden, wirksamer Wettbewerb kann nicht entstehen», schreibt Sunrise in der Mitteilung.

Die Swisscom hingegen will von ungleichen Konditionen nichts wissen. Bei der Offerte sei alles richtig gelaufen, sagte ein Swisscom-Sprecher. Für eine detaillierte Stellungnahme sei es aber noch zu früh, da der Swisscom die Klage noch nicht vorliege.

Sie kann in den nächsten Wochen Stellung beziehen. Über den konkreten Zeit- und Fahrplan konnte die Weko keine Auskunft geben. In der Regel betrage die Frist einen Monat, hänge aber jeweils auch stark vom Inhalt der Klage ab.

Es ist nicht das erste Mal, dass sich Swisscom und Sunrise in den Haaren liegen. Bei der Weko steht noch eine Entscheidung an wegen der Preispolitik von Swisscom mit Breitband-Internetverbindungen ADSL. Dem grössten Schweizer Telekomkonzern droht wegen zu hoher Grosshandelspreise eine Strafe von 237 Mio. Franken.

Vor rund drei Monaten hatte das Bundesverwaltungsgericht zudem entschieden, dass die Swisscom der Konkurrenz ihr Breitbandnetz öffnen muss. Sie sei in diesem Bereich marktbeherrschend.

(sda/bers)

Kommentare aktiv...

O. berdorf, Globiwil am See

Verfasst am: 5.5.2009 20:40

Nie Sunrise

Typisch Sunrise. Wie bei den Privatanschlüssen... mehr

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D. Duck, Entenhausen

Verfasst am: 5.5.2009 19:24

Eigene Gesellschaft

Ich finde, die Netze sollten an eine... mehr

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D. Duck, Entenhausen

Verfasst am: 5.5.2009 19:16

Sunrise täte gut daran,

vor allem in den Service und Kundendienst zu... mehr

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