International
Zweiter Schweinegrippe-Fall in Asien
Südkorea hat einen ersten Fall von Schweinegrippe gemeldet. Nach einem Fall in Hongkong handelt es sich um den zweiten Schweinegrippe-Fall in Asien. Testergebnisse hätten den Verdacht bei einer 51-jährigen Frau bestätigt, erklärte die Infektionsschutzbehörde KCDCP in Seoul. Derweil hat China wegen der Schweinegrippe sämtliche Flugverbindungen von Mexiko nach Schanghai gestoppt.
- H1N1: US-Forscher geben leichte Entwarnung
- 01.05.09: Neue Ansteckungen von Mensch zu Mensch
- 01.05.09: WHO im Visier Mexikos
- Übersichtskarte der Ausbreitung in Europa (European Centre for Desease Prevention and Control, ECDC)
- Pandemiephasen der WHO (engl.)
- WHO-Definition der Pandemiephasen
- SPECIAL «Schweinegrippe»
- SF Wissen: Videodossier Schweinegrippe
Artikel bewerten
Artikel teilen
Die Frau aus Südkorea, bei der es sich offenbar um eine Nonne handelt, sei am vergangenen Wochenende von einem Aufenthalt in Mexiko zurückkehrt. Die Patientin spreche gut auf die Behandlung an und könne bald aus der Klinik entlassen werden.
Eine weitere Nonne, die mit der Mexikoreisenden Kontakt hatte, zeigte demnach ebenfalls Symptome der Krankheit. Sollte sich der Verdacht auf Influenza A (H1N1) auch in diesem Fall bestätigen, wäre dies die erste Ansteckung innerhalb des Landes.
Weltweit sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO über 330 Infektionen mit dem neuen Grippevirus bestätigt. Der Verlauf der Grippe könnte nach Einschätzung von Experten aber nicht so schlimm sein, wie zunächst befürchtet.
Das Virus der neuen Krankheit verhalte sich weltweit bislang eher wie eine gewöhnliche, jahreszeitlich bedingte Grippe, teilte das US-Zentrum für Seuchenkontrolle mit. In vielen Fällen sei es ausserdem nur zu einer leichten Krankheit gekommen.
Die Experten machten sich derzeit ein Bild von dem Erreger, der nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation eine Pandemie auslösen könnte, sagte eine Ärztin. Genetische Analysen hätten ergeben, dass sich der Virus nicht verändert habe.
In Mexiko machte sich unterdessen Hoffnung breit, dass das Land die Grippe bald unter Kontrolle bekommen könnte. Mexikos Bürgermeister Marcelo Ebrard sagte, die Notmassnahmen würden langsam zum Erfolg führen. In die Spitäler würden mittlerweile weniger Menschen mit Grippe-Symptomen eingeliefert. Am Freitag schlossen die meisten Behörden und Unternehmen für fünf Tage, um die Ausbreitung der Seuche zu bremsen.
Wegen der Schweinegrippe stoppt China sämtliche Flugverbindungen von Mexiko nach Schanghai. Darüber seien die mexikanischen Behörden und die betroffenen Fluggesellschaften informiert worden, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua.
Es werde von der Entwicklung der Schweinegrippe-Pandemie abhängen, wann die Flüge wieder aufgenommen werden könnten. Am Freitag war bei einem 25-jährigen Mexikaner, der über Schanghai nach Hongkong gereist war, das Influenza-Virus H1N1 festgestellt worden. Es war der erste offizielle Fall von Schweinegrippe in Asien.
Wegen der gesunkenen Nachfrage nach Flügen nach Mexiko strich die US-Fluggesellschaft Continental unterdessen zahlreiche Flüge in das Nachbarland. Ab dem 4. Mai werde vorübergehend nur noch etwa die Hälfte der Passagiere nach Mexiko befördert, teilte das Unternehmen mit.
Zwar würden weiterhin alle Ziele angeflogen, allerdings zum Teil mit kleineren Maschinen oder weniger häufig. Bisher wickelte Continental pro Woche 450 Flüge zu 28 Flughäfen in Mexiko ab.
(sda/weis)
Meldungen im Tagesverlauf
- Erdbeben Italien: «Es gibt Opfer. Die Situation ist sehr ernst»
- Kauflust in der Schweiz zieht weiter an
- Beschwerde von AKW-Mühleberg-Betreiberin BKW abgelehnt
- Gerüchte und Transfers: Hazard twittert sich zu Chelsea
- Bircher und Hildenbrand zurückgetreten
- Wenig Überschuss für AHV, rote Null für IV
- Promis geben in Monaco Vollgas
- Wegpauschale nicht immer zulässig
- Milliarden-Spritze für griechische Banken
- Zwei Schweizer bei Flugzeugunglück in Norddeutschland getötet
- «Oranje» und Co. noch nicht in EURO-Form
- Opfer bei abgestürztem Kleinflugzeug in Deutschland sind vermutlich Schweizer
- Tote bei Protest gegen Schweizer Xstrata
- Tunesischer Präsident will Potentatengelder zurück
- Computervirus «Flame» gilt als neue Cyber-Waffe
- Miami Heat legen im Conference-Final vor


Computervirus «Flame» gilt als neue Cyber-Waffe
Elvis-Grabstätte kommt unter den Hammer
Zorn über Wahlausgang auf Ägyptens Strassen
Erdbeben Italien: «Es gibt Opfer. Die Situation ist sehr ernst»
Beschwerde von AKW-Mühleberg-Betreiberin BKW abgelehnt
Wenig Überschuss für AHV, rote Null für IV
Milliarden-Spritze für griechische Banken
Abhörskandal: Tony Blair vor Ethikkommission
EU-Sondergipfel im Zeichen des Wachstums
Levrat lehnt Steuerabkommen ab
Facebook-Foto verleitet Räuber zu Überfall
Steinbrück: Abkommen mit der Schweiz begünstigt Steuerbetrüger
Jeder zehnte Velofahrer ab 1. Juni nicht versichert
Ägypten: «Der schlimmste denkbare Albtraum ist eingetroffen»
Jetzt sorgen Militärvelos für rote Köpfe


















