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International

H1N1: US-Forscher geben leichte Entwarnung

Samstag, 2. Mai 2009, 3:23 Uhr, Aktualisiert 11:18 Uhr

Trotz weiterer Ausbreitung der Schweinegrippe haben US-Wissenschaftler eine gewisse Entwarnung gegeben. Demnach weist der vorliegende Virustyp H1N1 nicht dieselben tödlichen Eigenschaften auf wie der Erreger der katastrophalen Spanischen Grippe von 1918/19.

Virus in grün eingefärbt unter Mikroskop
Forscher geben leichte Entwarnung: «Schweinegrippe ist nicht vergleichbar mit der Spanischen Grippe». (reuters)

«Wir sehen nicht die Merkzeichen für die Virulenz, die in dem Virus von 1918 festgestellt wurden», sagte die Grippeexpertin Nancy Cox von US-Zentrum für Seuchenkontrolle und Prävention in Atlanta. Bei den fehlenden Genen handele es sich um genau die Abschnitte, die den Auslöser der Spanischen Grippe so tödlich gemacht habe.

Das neue Virus sei eine «sehr ungewöhnliche Kombination» aus menschlichen Genen und Schweinegenen, die in Nordamerika, Asien und Europa gefunden worden seien, sagte Cox weiter. Für eine genaue Einschätzung seiner potenziellen Auswirkungen sei es aber noch zu früh. Die Spanische Grippe war eine der tödlichsten Seuchen in der Geschichte der Menschheit. Experten schätzen, dass damals 40 bis 50 Millionen Menschen starben.

Unterdessen breitete sich die Schweinegrippe weiter aus. In Mexiko wurden bis Freitagabend 15 Todesfälle infolge der Seuche bestätigt. Die Zahl der Infizierten wurde mit mindestens 343 angegeben. Zugleich trat die Verordnung in Kraft, dass alle Behörden und privaten Betriebe, die keine lebenswichtigen Dienstleistungen verrichten, fünf Tage lang geschlossen bleiben müssen.

Die sonst so belebte Metropole Mexiko-Stadt wirkte daraufhin vielerorts wie ausgestorben. Ausser in Mexiko gab es bislang noch einen Schweinegrippe-Toten in den USA - ein Kleinkind aus Mexiko, das mit seinen Eltern nach Texas gereist war.

In Hongkong wurden hunderte Gäste und Beschäftigte eines Hotels unter Quarantäne gestellt, nachdem dort bei einem Gast eine Schweinegrippe-Infektion nachgewiesen worden war. Die Behörden in der chinesischen Sonderzone reagierten angesichts der vorherigen Probleme mit der Lungenkrankheit SARS und der Vogelgrippe besonders streng. Aus Südkorea wurde ebenfalls der erste bestätigte Fall von Schweinegrippe gemeldet. Weltweit sind schon fast 600 Menschen nachweislich erkrankt.

Eine Maschine der US-Fluggesellschaft United Airlines legte am Freitag auf dem Flug von München nach Washington eine unplanmässige Zwischenlandung in Boston ein, weil eine Passagierin über grippeartige Beschwerden geklagt hatte. Die 53-Jährige habe den Flugbegleitern von ihren Symptomen berichtet, sagte ein Sprecher des Flughafens von Boston.

Das US-Zentrum für Seuchenkontrolle habe daraufhin vorsichtshalber zur nächstmöglichen Landung geraten. Die Frau verliess den Angaben zufolge das Flugzeug und wurde zur Untersuchung in ein Krankenhaus in Boston gebracht. Über ihren Zustand war zunächst nichts bekannt.

(ap/olsm)

Kommentare aktiv...

R. Schmid, ZH-Unterland

Verfasst am: 2.5.2009 23:00

Wirrwarr

Was und wem kann man eigentlich noch glauben? Ich... mehr

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E. Anywhere, St. Burnaby

Verfasst am: 2.5.2009 8:53

Danke

wirklich tolle Ausführung. Schönes Wochenende mehr

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W. Jann, Muri b. Bern

Verfasst am: 2.5.2009 8:36

Toller Titel

"leicht" entwarnen.. kann man auch: -... mehr

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