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Unfall mit Schweinegrippen-Viren im Intercity

Dienstag, 28. April 2009, 2:30 Uhr, Aktualisiert 18:08 Uhr

In einem Intercity-Zug zwischen Bern und Freiburg ist am Montag ein Behälter mit Schweinegrippe-Viren explodiert. Bei den Viren handelte es sich um eine für den Menschen ungefährliche Variante des Stamms H1N1. Zwei Personen wurden durch die Explosion leicht verletzt.

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Viren-Behälter explodiert

Für die Passagiere bestand aber keine Gefahr, mit dem gefährlichen Schweinegrippe-Virus angesteckt zu werden, wie die Polizei mitteilte. «Der Zwischenfall hat uns im ersten Moment beunruhigt, entpuppte sich dann aber als harmlos», sagte ein Sprecher der Waadtländer Kantonspolizei am Montagabend.

Die Explosion ereignete sich kurz vor dem Bahnhof Freiburg. Bei dem darauf folgenden Zwischenstopp konnten die Zugpassagiere noch ungehindert ein- und aussteigen.

Vor Lausanne wurde der Zug für mehrere Stunden auf ein Abstellgleis gestellt. Die 61 Passagiere, die sich im betroffenen Bahnwagen befanden, wurden während einer Stunde abgesondert, bis eine Ansteckung vollständig ausgeschlossen werden konnte.

Die Viren waren für das Nationale Grippe-Zentrum in Genf bestimmt. Dort sollte im Auftrag des Bundesamts für Gesundheit (BAG) ein Test zur Diagnose der Schweinegrippe entwickelt werden.

Ein Genfer Angestellter hatte in Zürich acht Fläschchen abgeholt, um sie per Zug nach Genf zu transportieren. Fünf davon enthielten die Schweinegrippe-Viren, in drei weiteren befand sich Nukleinsäure. Diese Fläschchen waren luftdicht verpackt und mit Trockeneis - festem Kohlendioxid - gekühlt.

Die Viren seien nach den gängigen Regeln verpackt gewesen, sagte Laurent Kaiser, Leiter des Genfer Laboratoriums für Virologie vor den Medien. Allerdings war das Trockeneis irrtümlicherweise innerhalb statt ausserhalb des Vakuums platziert worden. Es taute auf, und im Innern der Verpackung entstand ein Überdruck. Schliesslich explodierte das Paket. Der Transporteur und eine Frau erlitten leichte Verletzungen.

Laut Kaiser handelte es sich bei den Proben zwar um Viren des Schweinegrippe-Stamms H1N1. Mit dem derzeit grassierenden aggressiven Schweinegrippe-Virus seien diese aber nicht identisch.

Auch der Transporteur wusste, dass er keine gefährlichen Viren beförderte. Er informierte umgehend das Zugpersonal. Nach vierzig Minuten wurden auch die SBB und die Behörden über den Zwischenfall informiert.

Die Polizei stoppte den Zug vor der Einfahrt in den Bahnhof Lausanne und entsandte Spezialisten zur Abklärung der Situation in den Zug. Dabei habe es sich um Vorsichtsmassnahmen gehandelt, teilte die Waadtländer Kantonspolizei mit.

Er bedaure den Vorfall, sagte Kaiser weiter. Er erinnerte aber daran, dass jeden Tag Viren mit dem Zug transportiert würden. Einige seien sogar per Post unterwegs.

(sda/fasc)

Kommentare aktiv...

S. Reichlin, Hütten

Verfasst am: 28.4.2009 21:58

Eigentlich kein Problem

Mal im ernst, ich sehe kein Problem beim... mehr

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E. zuber, zh

Verfasst am: 28.4.2009 19:03

alles bestens organisiert...

...mein herr...AIDS und SARS - beides wurde in... mehr

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O. toneatti, bern

Verfasst am: 28.4.2009 14:58

Warum züchtet man

nicht endlich Viren, die ihren Bestimmungsort... mehr

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