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Dennoch habe sich in jüngster Zeit die Vorsorge deutlich verbessert, teilte UNICEF am Freitag anlässlich des Welt-Malariatages vom 25. April mit. So verteilte das Kinderhilfswerk UNICEF im letzten Jahr 20 Millionen Moskitonetze an gefährdete Familien.
Krankheit ausrottbar
Bis 2010 sollen in Zusammenarbeit mit anderen Organisationen flächendeckend Präventions- und Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen.
«Erstmals sind wir zuversichtlich, dass Malaria zu einer seltenen Ursache von Krankheit und Tod werden kann», sagte UNICEF-Direktorin Ann Veneman der Mitteilung zufolge.
Gebrauch von Netzen unzureichend
Auch die Weltgesundheitsorganisation WHO berichtete anlässlich des Welt-Malariatages über Erfolge im Kampf gegen die Tropenkrankheit. Dank dem Einsatz der mit Insektiziden behandelten Moskitonetze hätten in zehn afrikanischen Ländern gegen 125‘000 Todesfälle vermieden werden können, teilte die Organisation mit.
Gemäss WHO-Erhebungen hat sich der Gebrauch von Moskitonetzen in 19 der 22 afrikanischen Länder südlich der Sahara verdreifacht. In diesen Ländern ist die Malaria die häufigste Todesstrafe für Kinder unter fünf Jahren.
Zwar stieg der Schutz von Kindern durch Moskitonetze von 2 Prozent im Jahr 2000 auf 20 Prozent im Jahr 2006. Noch immer sei die Verteilung und der Gebrauch dieses «einfachen, effizienten und billigen» Werkzeugs in vielen Regionen, vor allem in abgelegenen und sehr armen Gebieten, weiterhin unzureichend.
Junger Gedenktag
Der Malaria-Erreger wird von der Anopheles-Mücke übertragen, die besonders nachts zusticht. Die Krankheit ist heilbar, wenn sie sofort behandelt wird. Ohne Hilfe können jedoch vor allem Kinder innerhalb von 24 Stunden sterben.
Ein Gedenktag für die Malaria wurde erstmals 2001 als Afrika- Malariatag begangen. Er erinnerte an eine Erklärung afrikanischer Staaten vom 25. April 2000 zur Bekämpfung der Krankheit. 2007 rief die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Welt-Malariatag ins Leben, um auf das Problem aufmerksam zu machen.
Angst vor Resistenzen
Die Organisation Médécins Sans Frontières (MSF) kritisierte am Freitag den Globalen Fonds gegen Aids, Tuberkulose und Malaria. Dieser hat sich unter anderem zum Ziel gesetzt, durch Subventionen der gegenwärtig wirksamsten Medikamente gegen Malaria diese breit verfügbar zu machen.
Zwar unterstützt MSF diese Zielsetzung, kritisiert aber die Wahl der subventionierten Medikamente. Nur mit Kombinationspräparaten, bei denen mehrere Wirkstoffe in einer Tablette enthalten sind, könne das Risiko der Bildung von Resistenzen verringert werden, schreibt die Organisation.
(sda/from)
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