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Neuer «Tempelhof» in Uffikon

Sonntag, 12. April 2009, 15:16 Uhr, Aktualisiert 23:17 Uhr

Kunstprojekt aus Betonsäulen

Letztes Jahr wurde der Berliner Flughafen Tempelhof entgültig geschlossen. Im luzernischen Uffikon ist er an Ostern wieder eröffnet worden - ein monumentales Kunstprojekt von Roland Heini aus 99 Betonsäulen und einem Dach.

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Der Tempel von Uffikon - die grösste Kunstinstallation der Schweiz wird eröffnet

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25 Meter lang und 16 Meter breit ist der markante Kunsttempel und laut seinen Initianten, die grösste begehbare Skulptur der Schweiz. Erstellt worden ist sie mit Kanalisationsröhren, die aufeinander gestellt und mit Beton gefüllt wurden. Aus Betonelementen ist auch das flache, 120 Tonnen schwere Dach über dem Säulenwald.

Der Tempelhof ist der Nachfolger des Projektes - mit dem ebenfalls anspielungsreichen Titel - «Kunst Kultur Landschaft» (KKL Uffikon). Es war dies eine Initiative des Bauern und Grundstückbesitzers Berhard Zemp und des Künstlers Wetz. Nach fünf Jahren anregender Ausstellungen und Aktionen wollten sie etwas Neues. Der Luzerner Künstler Roland Heini hatte den passenden Einfall.

Heini ging von der Idee eines Rohrlagers der Betonindustrie aus. Er sah ein Zwischenlager als minimalistische Installation. Die Fabriken wollten aber nicht mitmachen - Lager und Kunstobjekt schlossen sich aus. Heini kam dann auf die Idee des Tempels. Das gefiel den Betonfirmen besser und sie halfen bei der Realisation wacker mit.

Tempelhof-Initiant Wetz sieht in dem Werk eine Synthese zwischen Materiellem und Geistigem. Einerseits handle es sich um einen gewaltigen architektonischen Akzent in der Landschaft. Anderseits lade das Werk zum Nachdenken ein, es sei «ein Tempel für die Seele». Das neue Monument ist für Wetz kein Fremdkörper. Heinis Werk sei «minimalistische Kunst mit maximaler Ausdehnung». Es sorge für einen Kontrast zur unbändigen Natur.

Die ursprünglich vorgesehen Kosten von 300'000 Franken sind inzwischen auf über 400'000 Franken gestiegen. Vor allem die Fundamente waren aufwendiger als vorgesehen. Zudem musste aus Sicherheitsgründen auch in die Statik mehr investiert werden. Doch den grössten Teil des Geldes hat man laut Bernhard Zemp dank Sponsoren und Gönnern schon beisammen.

Überhaupt geben sich die «zwei innovativen Spinner» («Willisauer Bote») Wetz und Zemp optimistisch. Der Tempel inspiriere und Echo auf das Projekt sei geradezu riesig, sagt Zemp.

(sda/olsm)

Kommentare aktiv...

P. Klaus, Langenthal

Verfasst am: 15.4.2009 22:07

Die Magie des Südens

Rasez les alpes qu'on voit la mer! Wär da nicht... mehr

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E. Bernet, Sursee

Verfasst am: 15.4.2009 17:42

Schön war's!

Die Betonskulptur von Roland Heini, Ursula... mehr

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F. Bieri, Belp

Verfasst am: 15.4.2009 10:12

Sinn und Unsinn

Der Tempel ist so unsinnig wie eben Tempel sind.... mehr

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