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Begrüsst wurden Obama und seine Frau Michelle von dem tschechischen Präsidenten Vaclav Klaus und seiner Frau Livie. Auch der geschäftsführende Regierungschef Mirek Topolanek hiess Obama willkommen. Entgegen Erwarten gab es keinen offiziellen Empfang: Das Ehepaar Obama wollte den Samstagabend in Prag bei einem privaten Abendessen verbringen.
Mit dem EU-USA-Treffen in der tschechischen Hauptstadt geht am Sonntag der fünftägige Gipfel-Marathon zu Ende. In Prag sollen noch einmal neue Akzente gesetzt werden: Unter anderem stehen der Klimaschutz, die Nahost-Politik und die transatlantischen Wirtschaftsbeziehungen auf der Tagesordnung des Treffens.
Protest gegen Raketenabwehrsystem
In Prag sind die Sicherheitsvorkehrungen verschärft worden. Über der tschechischen Hauptstadt galt ein Flugverbot, und die Polizei verstärkte ihre Patrouillen am Wenzelsplatz und anderen beliebten Touristenzielen.
Schon vor dem Eintreffen Obamas protestierten zahlreiche Menschen gegen das geplante Raketenabwehrsystem Washingtons in Tschechien, für Sonntag wurden bis zu 30'000 Demonstranten erwartet. Viele Tschechen lehnen das Projekt ab und fürchten, damit könnte das Land zum Ziel von Terroristen werden
Ansturm bei Obama-Auftritt erwartet
Am Sonntag sind bilaterale Gespräche Obamas mit der tschechischen Führung geplant. Im Anschluss will Obama in einer Rede vor der Prager Burg seine Vorschläge für eine atomwaffenfreie Welt darlegen.
Der Auftritt vor der Prager Burg ist seine erste öffentliche Rede in Europa seit seinem Amtsantritt Ende Januar. Es werden rund 30'000 Zuschauer erwartet.
Am Sonntagnachmittag trifft Obama bei einem EU-USA-Gipfel die Staats- und Regierungschefs aller 27 EU-Länder. Unter tschechischer EU-Ratspräsidentschaft sollen dabei die internationale Klimapolitik und die Zusammenarbeit zwischen Europa und den USA diskutiert werden.
Weiterreise in die Türkei
Von Tschechien aus reist Obama in die Türkei weiter. In Istanbul und Ankara versammelten sich schon am Samstag tausende Demonstranten unter dem Motto «Yankee Go Home». Weitere Protestveranstaltungen waren für Sonntag und Montag geplant.
(ap/sda/sprm)
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