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International

NATO-Gipfel: Obama und Sarkozy sind sich einig

Freitag, 3. April 2009, 10:18 Uhr, Aktualisiert 23:28 Uhr

USA werben für Beteiligung an neuer Afghanistan-Politik

Frankreich steht «vollständig» hinter der neuen US-Strategie für Afghanistan. Dies erklärte der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy nach einem Treffen mit US-Präsident Barack Obama kurz vor Beginn des NATO-Gipfels. Die Truppen erhöhen will Frankreich aber nicht.

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Sarkozy stellte abermals klar, dass Paris seinen Truppenbeitrag nicht erhöhen werde. «Aber wir sind bereit, beim Aufbau der afghanischen Sicherheitskräfte und der Wirtschaft mehr zu leisten.»

Obama hielt fest, dass für Europa das Risiko von Terroranschlägen von Al Kaida grösser sei als für die USA, «schon allein wegen der territorialen Nähe» zu Afghanistan. Deswegen sei es nicht alleine die Aufgabe der USA dafür zu sorgen, dass in Afghanistan keine neue Rückzugsorte für Terroristen entstünden.

Ebenso wie Frankreich hat auch Deutschland kategorisch abgelehnt, sich mit einem grösseren Truppenkontingent an der Sicherung Afghanistans zu beteiligen.

Spanien hat hingegen eine Aufstockung seiner Truppen in Afghanistan angekündigt. Die Soldaten sollen bei der Ausbildung der afghanischen Streitkräfte helfen. Wie viele Soldaten genau Spanien zusätzlich nach Afghanistan schickt, sagte Aussenminister Miguel Angel Morations nicht. Es handle sich um eine «geringe Zahl», sagte er.

Auch Belgien will seine Truppen von 500 auf 565 Soldaten verstärken sowie zwei zusätzliche Kampfflugzeuge nach Afghanistan entsenden. Weiter soll die Wiederaufbau-Hilfe für das Land für 2010 und 2011 auf jährlich zwölf Millionen Euro verdoppelt werden, wie die Regierung in Brüssel mitteilte.

Kurz vor Beginn des Treffens forderte Obama die Europäer auf, ihre militärischen Kapazitäten auszubauen. «Wir wollen starke Verbündete», sagte Obama. Er hält mehr internationale Hilfe für notwendig, um im Afghanistan-Konflikt das Steuer herumzureissen.

Wie Aussenministerin Hillary Clinton ankündigte, wollen die USA ihre Verbündeten am bevorstehenden NATO-Gipfel aber nicht dazu drängen, mehr Soldaten für Afghanistan bereitzustellen. «Der NATO-Gipfel ist keine Zusagenkonferenz», sagte Clinton.

Die USA wollen im Rahmen ihrer neuen Strategie 17'000 weitere Soldaten sowie 4000 Militärausbilder an den Hindukusch schicken. Zugleich soll der zivile Wiederaufbau gestärkt und Indien und Iran in die Lösung des Konfliktes miteinbezogen werden.

(sda/bers)

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