Schweiz
Forschungsoffensive gegen das Bienensterben
Varroa-Milbe im Zentrum der Forschung
Geht das Bienensterben weiter wie in den letzten Jahren, könnte dies grosse wirtschaftliche Folgen haben. Die Forschungsanstalt Agroscope Liebefeld-Posieux (ALP) startet darum eine neue Offensive gegen die Varroa-Milbe, den Hauptverdächtigen der Seuche.
Artikel bewerten
Artikel teilen
In den letzten Wintern verzeichneten die Schweizer Imkerinnen und Imker jeweils grössere Völkerverluste, wie die ALP mitteilte. Den Winter 2007/08 hätten beispielsweise rund 18 Prozent der Bienenvölker nicht überlebt, sagte Peter Neumann vom Zentrum für Bienenforschung der ALP.
Die Unterschiede zwischen einzelnen Regionen sind laut Neumann gross. Schlimm getroffen habe es zum Beispiel den Kanton Freiburg. Dort ging im Winter 2007/08 jedes dritte Bienenvolk ein. Zahlen für diesen Winter liegen noch nicht vor, wie Neumanns Arbeitskollege Jean-Daniel Charrière sagte.
Angesichts der wirtschaftlichen und ökologischen Bedeutung der Honigbiene startet das Bienenforschungs-Zentrum nun neue Forschungsprojekte. In deren Zentrum steht die Bekämpfung der Varroa-Milbe, wie die Forscher am Dienstag an einer Pressekonferenz in Bern-Liebefeld bekannt gaben. Dieser Parasit gelte als Hauptverdächtiger für das Bienensterben der letzten Jahre.
Die Forscher verfolgen kurzfristig das Ziel, mit neuen Komponenten aus ätherischen Ölen alternative Bekämpfungsmethoden zu verbessern. Langfristig sollen biologische Anti Milben-Mittel entwickelt werden, sei es durch krank machende Organismen, durch Sexuallockstoffe oder durch die Züchtung von Bienen mit höherer Toleranz gegen Varroa.
Neben der Varroa-Milbe spielen laut den Forschern wahrscheinlich eine ganze Reihe weiterer Faktoren eine Rolle beim Bienensterben. Dazu zählen unter anderem Umweltfaktoren wie die Ernährung oder Pestizide und genetische Faktoren wie die Vitalität der Bienen.
Auch andere Länder Europas, China und die USA sind vom Bienensterben betroffen. Damit die Daten international verglichen werden können, wurde ein Netzwerk errichtet, das momentan 35 Länder umfasst.
Ein starker Rückgang der Bienenvölker hätte laut den Forschern verheerende wirtschaftliche und ökologische Folgen. Gemäss einer Schätzung der ALP aus dem Jahr 2002 beträgt der Gesamtwert der Frucht- und Beerenernte in der Schweiz 335 Millionen Franken pro Jahr. 80 Prozent davon gehen aufs Konto der Bestäubung durch Honigbienen.
(ap/widb)
Meldungen im Tagesverlauf
- 38-jähriger Familienvater stirbt bei Lawinenunfall am Pilatus
- UNO erwägt gemeinsame Beobachtermission mit Arabern in Syrien
- 3D-Drucker erstellt Objekte auf Knopfdruck
- Gespräche über Nacht: Einigung in Athen in Sicht
- Barça steht im Cup-Finale, Juve schlägt Milan
- US-Steuerstreit: UBS gab Daten von Konkurrenten weiter
- Gladbach und Bayern im Cup-Halbfinal
- Neue Details zu Majak-Uran in Schweizer AKW
- Kältewelle und Sturm: Der Winter zeigt sich von der erbarmungslosen Seite
- US-Senator macht mit Steuergesetz Druck auf die Schweiz
- Antarktis: Russen bohren Rekord-Loch zu Riesensee
- AKW Mühleberg notfallmässig abgeschaltet
- Capello tritt als Englands Nati-Trainer zurück
- «Seegfrörni»: Erste Eisflächen für Schlittschuhläufer freigegeben
- Morden in Syrien geht weiter – Homs unter Raketenbeschuss
- Häufige Eisenbahn-Suizide von Schweizer Jugendlichen


Kältewelle und Sturm: Der Winter zeigt sich von der erbarmungslosen Seite
Gespräche über Nacht: Einigung in Athen in Sicht
US-Senator macht mit Steuergesetz Druck auf die Schweiz
Hersteller will Preis für Gripen senken
38-jähriger Familienvater stirbt bei Lawinenunfall am Pilatus
UNO erwägt gemeinsame Beobachtermission mit Arabern in Syrien
3D-Drucker erstellt Objekte auf Knopfdruck
Berlin: Pergamonaltar ab 2014 in Renovation
Die berühmte «Mona Lisa» hat eine Zwillingsschwester
Einigung über Megafusion zwischen Glencore und Xstrata
Kein Käse: Schweizer Produkte trotz Frankenstärke beliebt
AKW Mühleberg notfallmässig abgeschaltet
Der Schweiz droht der Verkehrsinfarkt
Morden in Syrien geht weiter – Homs unter Raketenbeschuss

















B. Scheidegger, Bern
Verfasst am: 1.4.2009 17:51
Sündenbock
Auch hier, wie bei strandenden Meeressäugern,... mehr
Zustimmen
Ablehnen
Heiklen Inhalt melden antworten
Heiklen Inhalt melden antworten
A. Guant, Sunybeach
Verfasst am: 31.3.2009 14:45
Richtig nur ein Verdacht
dass die Milben dafür verantwortlich sein sollen... mehr
Zustimmen
Ablehnen
Heiklen Inhalt melden antworten
Heiklen Inhalt melden antworten