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Forschungsoffensive gegen das Bienensterben

Dienstag, 31. März 2009, 13:19 Uhr, Aktualisiert 20:25 Uhr

Varroa-Milbe im Zentrum der Forschung

Geht das Bienensterben weiter wie in den letzten Jahren, könnte dies grosse wirtschaftliche Folgen haben. Die Forschungsanstalt Agroscope Liebefeld-Posieux (ALP) startet darum eine neue Offensive gegen die Varroa-Milbe, den Hauptverdächtigen der Seuche.

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Bienensterben

In den letzten Wintern verzeichneten die Schweizer Imkerinnen und Imker jeweils grössere Völkerverluste, wie die ALP mitteilte. Den Winter 2007/08 hätten beispielsweise rund 18 Prozent der Bienenvölker nicht überlebt, sagte Peter Neumann vom Zentrum für Bienenforschung der ALP.

Die Unterschiede zwischen einzelnen Regionen sind laut Neumann gross. Schlimm getroffen habe es zum Beispiel den Kanton Freiburg. Dort ging im Winter 2007/08 jedes dritte Bienenvolk ein. Zahlen für diesen Winter liegen noch nicht vor, wie Neumanns Arbeitskollege Jean-Daniel Charrière sagte.

Angesichts der wirtschaftlichen und ökologischen Bedeutung der Honigbiene startet das Bienenforschungs-Zentrum nun neue Forschungsprojekte. In deren Zentrum steht die Bekämpfung der Varroa-Milbe, wie die Forscher am Dienstag an einer Pressekonferenz in Bern-Liebefeld bekannt gaben. Dieser Parasit gelte als Hauptverdächtiger für das Bienensterben der letzten Jahre.

Die Forscher verfolgen kurzfristig das Ziel, mit neuen Komponenten aus ätherischen Ölen alternative Bekämpfungsmethoden zu verbessern. Langfristig sollen biologische Anti Milben-Mittel entwickelt werden, sei es durch krank machende Organismen, durch Sexuallockstoffe oder durch die Züchtung von Bienen mit höherer Toleranz gegen Varroa.

Neben der Varroa-Milbe spielen laut den Forschern wahrscheinlich eine ganze Reihe weiterer Faktoren eine Rolle beim Bienensterben. Dazu zählen unter anderem Umweltfaktoren wie die Ernährung oder Pestizide und genetische Faktoren wie die Vitalität der Bienen.

Auch andere Länder Europas, China und die USA sind vom Bienensterben betroffen. Damit die Daten international verglichen werden können, wurde ein Netzwerk errichtet, das momentan 35 Länder umfasst.

Ein starker Rückgang der Bienenvölker hätte laut den Forschern verheerende wirtschaftliche und ökologische Folgen. Gemäss einer Schätzung der ALP aus dem Jahr 2002 beträgt der Gesamtwert der Frucht- und Beerenernte in der Schweiz 335 Millionen Franken pro Jahr. 80 Prozent davon gehen aufs Konto der Bestäubung durch Honigbienen.

(ap/widb)

Kommentare aktiv...

B. Scheidegger, Bern

Verfasst am: 1.4.2009 17:51

Sündenbock

Auch hier, wie bei strandenden Meeressäugern,... mehr

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A. Guant, Sunybeach

Verfasst am: 31.3.2009 14:45

Richtig nur ein Verdacht

dass die Milben dafür verantwortlich sein sollen... mehr

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