International
Überfall auf Polizeischule blutig beendet
Mindestens 16 Tote in Pakistan
Extremisten haben eine Polizeiakademie in der pakistanischen Stadt Lahore überfallen. Dabei wurden zahlreiche Menschen getötet oder verletzt. Eliteeinheiten gelang es erst nach Stunden, die Polizeischule zurückzuerobern.
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Nach dem Überfall verschanzten sich die Täter auf dem Gelände, nahmen mehrere Dutzend Polizeischüler als Geiseln und lieferten sich Schiessereien mit den herbeigeeilten Soldaten.
Acht der Angreifer wurden während der Erstürmung getötet, darunter zwei, die sich selbst in die Luft sprengten, wie ein Regierungssprecher mitteilte. Sechs Bewaffnete wurden festgenommen.
Mindestens acht Polizisten seien bei der Geiselnahme ums Leben gekommen, 89 ihrer Kollegen hätten Verletzungen erlitten, hiess es weiter. Medien berichteten von 20 Toten.
Innenminister Rehman Malik machte einheimische Terrorgruppen für den Angriff verantwortlich. «Das war ein geplanter, organisierter Terrorangriff», sagte er. Zunächst hatten Sicherheitskräfte verbreitet, die Angreifer stammten aus dem Nachbarland Afghanistan.
Dieser Darstellung widersprachen Zeugen, die angaben, die Angreifer hätten einen pakistanischen Dialekt gesprochen.
Die Art des gut organisierten Überfalls weckte Erinnerungen an den Anschlag auf die srilankische Kricket-Nationalmannschaft vor rund vier Wochen, bei dem - ebenfalls in Lahore - sieben Menschen getötet wurden.
(sda/ap/schj)
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