International
Liechtenstein entschärft Rauchverbot
Qualm in Fumoir und Raucherbeizen
In Liechtensteiner Gaststätten darf in Zukunft in abgetrennten Fumoirs geraucht werden. In einer Volksabstimmung ist die Lockerung des Rauchverbots gutgeheissen worden.
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Mitte letzten Jahres trat ein Gesetz über den Nichtraucherschutz in Kraft, welches den Qualm aus allen Gaststätten vollständig verbannte. Der Gastronomieverband wehrte sich mit einer Initiative, deren Forderungen das Parlament übernahm. Es lockerte das Gesetz entsprechend.
Gegen diese Lösung hatte die alternative Freie Liste erfolgreich das Referendum ergriffen. Doch das Stimmvolk gab am Wochenende dem Parlament recht: Die Lockerung des Verbots wurde mit 7593 zu 6945 Stimmen gutgeheissen. Mit 80,6 Prozent war die Stimmbeteiligung wie immer bei Urnengängen im Fürstentum hoch.
Gemäss den entschärften Bestimmungen darf nun nicht nur in Fumoirs dem blauen Dunst gefrönt werden, sondern auch in Betrieben, die nur über einen einzigen Raum verfügen. Sie müssen sich aber als Raucherbeizen deklarieren.
Schulsystem bleibt unverändert
Eine Reform der ersten Sekundarschulstufe wurde mit 6648 Ja gegen 7479 Nein verworfen. Der Verein Bildungsvielfalt hatte das Referendum gegen die vom Parlament beschlossenen Änderungen ergriffen.
Davon betroffen gewesen wären Schülerinnen und Schüler nach der fünften Primarschulklasse. Der Verein sah durch die Neuerungen den Erfolg des bisherigen Schulmodells gefährdet.
Mit der Reform hätte das heutige System mit Gymnasium, Real- und Oberschule abgeschafft werden sollen. Die Kinder hätten in den Kernfächern in drei Leistungsniveaus eingeteilt werden sollen, wovon sich die Befürworter eine bessere Förderung der Begabungen versprachen.
(sda/schl)
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