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International

Geheimdienst warnt vor Taliban

Samstag, 28. März 2009, 1:26 Uhr, Aktualisiert 13:06 Uhr

EU stützt Obama - Soldaten getötet

Trotz der Verstärkung der amerikanischen Truppen in Afghanistan rechnet der US-Geheimdienst in diesem Jahr mit einer Zunahme der Gewalt. Unterdessen signalisierte die EU Unterstützung für die neue Afghanistan-Strategie des US-Präsidenten. Gleichzeitig wurde bekannt, dass ein afghanischer Soldat zwei Angehörige der internationalen Schutztruppe getötet hat.

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Lob für Obama

Die Taliban hätten die Kontrolle im Süden und Osten des Landes wiedererlangt, sagte ein ranghoher Geheimdienstmitarbeiter, der nicht namentlich genannt werden wollte, vor Journalisten.

Das Wiedererstarken der Islamisten sei möglich geworden, weil nicht genügend afghanische und NATO-Soldaten zum Kampf gegen die Taliban zur Verfügung stünden.

US-Präsident Barack Obama hatte am Freitag seine neue Afghanistan-Strategie vorgestellt. Er kündigte an, die US-Kampftruppen in Afghanistan bis Ende des Jahres um 17'000 Soldaten zu verstärken. Zusätzlich werden 4000 Militärausbilder entsandt. Obama will zudem Pakistan stärker einbeziehen.

Die britische Regierung will Afghanistan bei der Verstärkung seiner Streitkräfte unterstützen. «Wir brauchen eine grössere afghanische Armee, die künftig selbst für Sicherheit sorgen kann», sagte Premierminister Gordon Brown während eines Besuchs in Chile.

Ziel sei es, dass die Truppen letztlich den Kampf gegen die Taliban und die Al Kaida übernehmen könnten. Die Zahl der ausgebildeten Soldaten solle dafür von derzeit 70'000 auf 120'000 steigen.

Die EU-Aussenminister haben die neue Afghanistan-Strategie von US-Präsident Barack Obama begrüsst. «Wir haben darauf gewartet und wir sind sehr erfreut über das, was Obama uns dazu zu sagen hat", sagte der deutsche Aussenminister Frank-Walter Steinmeier in Hluboká nad Vltavou (Frauenberg) in Tschechien.

Er sprach am Rande eines EU-Aussenministertreffens von «Neuansätzen» in der amerikanischen Afghanistan-Politik. Steinmeier bezeichnete Obamas Vorstellungen als «eine ausgewogene Balance zwischen zivilem Engagement einerseits und fortgesetzter militärischer Präsenz auf der anderen Seite».

Er lobte die Einbeziehung des Nachbarlands Pakistan: «Das macht den regionalen Ansatz dieser neuen Afghanistan-Politik Amerikas aus.»

Auch die Regierung in Kabul unterstützt die neue Afghanistan-Strategie der USA. Sie sei «besser als erwartet», sagte Präsident Hamid Karsai bei einer Pressekonferenz. Insbesondere lobte er den Plan, Polizei und Streitkräfte des Landes zu stärken und die zivile Wiederaufbauhilfe zu erhöhen.

Die geplanten Massnahmen würden dem Land dabei helfen, den Terrorismus zu bekämpfen und die Stabilität zu verbessern, sagte Karsai. «Das ist genau das, worauf das afghanische Volk gehofft hat.»

Im Norden Afghanistans hat ein afghanischer Soldat zwei Soldaten der internationalen Streitkräfte erschossen. Ein Soldat der Koalitionstruppen sei sofort gestorben, der andere sei wenig später seinen Verletzungen erlegen, teilte die US-Armee mit. Ein dritter verletzter Soldat werde ärztlich versorgt.

Den Angaben zufolge eröffnete der afghanische Soldat das Feuer auf die Soldaten. Anschliessend habe er sich offenbar selbst getötet. Zur Staatsangehörigkeit der Opfer machte die US-Armee keine Angaben. Die meisten Koalitionssoldaten stammen aus den USA.

Der afghanische Verteidigungsminister Abdul Rahim Wardak sagte der Erklärung zufolge, es seien Ermittlungen zu dem Vorfall eingeleitet worden. Derartige Vorfälle zwischen afghanischen und ausländischen Sicherheitskräften sind selten.

Zuletzt hatte es im vergangenen September einen tödlichen Schusswechsel zwischen einem afghanischen Polizisten und einem NATO-Soldaten gegeben.

(agenturen/halp/from)

Kommentare aktiv...

O. toneatti, bern

Verfasst am: 29.3.2009 14:09

Was haben diese

lächerlichen Geheimdienste schon überall an... mehr

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T. Ahmadi, Zürich

Verfasst am: 28.3.2009 18:15

soigner le détail

Ich staune immer wieder wie aufmerksam Sie sind.... mehr

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P. Geiger, Ermatingenn

Verfasst am: 28.3.2009 15:29

Das SHAEF-Gesetz

Herr Steinmeier. Sie wissen ganz genau, dass die... mehr

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