Vermischtes
Heisser Tee kann Krebs auslösen
Iranische Studie deutet auf Zusammenhang hin
Wer seinen Tee nicht ein wenig abkühlen lässt und ihn am liebsten kochend heiss trinkt, hat ein deutlich grösseres Risiko, an Speiseröhrenkrebs zu erkranken. Das zeigt eine Studie aus dem Iran, die im «British Medical Journal» erschienen ist.
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Die iranischen Forscher untersuchten 300 Krebspatienten aus der Provinz Golestan, die eine der höchsten Raten an Speiseröhrenkrebs der Welt hat.
Sie verglichen die Patienten mit knapp 600 gesunden Menschen aus der gleichen Region. In Golestan trinkt die Bevölkerung viel heissen schwarzen Tee, mehr als einen Liter pro Kopf täglich, während wenig Alkohol getrunken und geraucht wird. Alkohol und Tabak gelten schon länger als Risikofaktoren für Speiseröhrenkrebs.
Die Untersuchung ergab, dass bei den Testpersonen, die ihren Tee bei einer heissen Temperatur von 65 bis 69 Grad Celsius tranken, die Krebsrate doppelt so hoch war wie bei denen, die den Tee warm oder lauwarm bei Temperaturen unter 65 Grad tranken.
Die Wahrscheinlichkeit eines bösartigen Tumors erhöhte sich sogar um das Achtfache bei den Menschen, die den Tee fast noch brühendheiss trinken, wenn er 70 Grad oder mehr hat.
Die Wissenschaftler von der Medizinischen Fakultät der Universität Teheran warnten aber vor Panik und wiesen darauf hin, dass die meisten Menschen keinen übermässig heissen Tee trinken. Um sicherzugehen, solle man seinen Tee mindestens vier Minuten abkühlen lassen, hiess es in dem Beitrag.
(sda/halp)
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