International
Obama will Taliban und Al Kaida «zerstören»
Lösung des Afghanistan-Problems höchste Priorität
US-Präsident Barack Obama hat keinen Zweifel gelassen: Der Krieg in Afghanistan ist nun sein Krieg, und er will ihn gewinnen. Das Ziel der neuen US-Strategie für Afghanistan und Pakistan ist die Ausschaltung der Terrororganisation Al Kaida als einer Gefahr für die USA und die gesamte Welt.
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Al Kaida müsse «zerstört und geschlagen» werden, sagte US-Präsident Barack Obama in Washington. Er kündigte eine weitere Aufstockung der US-Truppen sowie die Verstärkung der zivilen und wirtschaftlichen Hilfe für Afghanistan und Pakistan an. Die Lage in Afghanistan sei zunehmend «düster und gefährlich», sagte Obama.
Die USA wollten den Afghanen nicht ihre Zukunft diktieren, sondern sicherstellen, dass die radikal-islamische Taliban nicht wieder an die Macht kämen und Terroristen einen sicheren Hafen böten. Obama warnte aber vor Erwartungen auf rasche Erfolge.
Zur bereits angekündigten Aufstockung der US-Truppen um 17'000 auf über 50'000 Soldaten sollen weitere 4000 Mann nach Afghanistan geschickt werden. Sie sollen ab Herbst als Ausbilder und Berater der afghanischen Streitkräfte eingesetzt werden. Die afghanische Armee müsse bis 2011 auf 134'000 Mann verstärkt werden, die Zahl der Polizisten solle auf 82'000 steigen.
Von den NATO-Partnern erwarteten die USA nicht nur «einfach Truppen», sondern stärkere Hilfen beim zivilen Aufbau. Obama forderte von der Regierung Afghanistans, die Korruption stärker zu bekämpfen.
2008 sei das blutigste Jahr für die US-Truppen seit Kriegsbeginn 2001 gewesen, sagte Obama. Auch bei den NATO-Truppen stieg 2008 die Zahl der Opfer deutlich, wie die NATO in Brüssel in ihrem zweiten Jahresbericht zu Afghanistan mitteilte.
Inzwischen sei Pakistan zu einem sicheren Rückzugsgebiet für die Taliban und Al Kaida, einschliesslich ihrer Führung und Osama bin Laden, geworden, sagte Obama. Diese Gefahr müsse gebannt werden. «Aber dies ist nicht einfach ein amerikanisches Problem.» Die Botschaft an die Terroristen sei klar: «Wir werden euch besiegen».
«Die Zukunft Afghanistans ist unauflösbar mit der Zukunft Pakistans verbunden», betonte Obama. Er werde dem Kongress vorschlagen, die Hilfen für Pakistan auf jährlich 1,5 Milliarden Dollar für die nächsten fünf Jahre zu verdreifachen.
Einem Bericht der «New York Times» zufolge haben die Taliban in Afghanistan und in Pakistan erstmals eine gemeinsame Offensive gegen die US-Truppen verabredet. Sie berief sich auf Gespräche mit Taliban in beiden Ländern sowie pakistanische Behördenvertreter.
Die USA betonten auch eine mögliche Rolle des Iran in Afghanistan. Teheran könne bei der Stabilisierung eine wichtige Rolle spielen, sagte ein US-Vertreter am Rande einer Afghanistan-Konferenz in Moskau. Der Iran hatte am Donnerstag angekündigt, dass er an der UNO-Afghanistan-Konferenz am Dienstag in Den Haag teilnehmen wird.
Die EU-Aussenminister begrüssten die neue Afghanistan-Strategie der USA einhellig. Bei Budweis in Tschechien zeigten sie sich bereit, die zivilen Anstrengungen für den Wiederaufbau Afghanistans zu verstärken. Die EU-Kommission stellte mehr Geld in Aussicht.
Grossbritannien erklärte sich bereit, seine Truppen aufzustocken. Der Oberbefehlshaber des Heeres, Sir Richard Dannatt, sagte der «Times», die Zahl der Soldaten könne auf bis zu 12'000 erhöht werden. Gegenwärtig sind 8300 Briten in Afghanistan stationiert.
(agenturen/halp/bers)
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J. Stump, Zürich
Verfasst am: 29.3.2009 3:10
An P. Beutler
Sie haben Recht, der Verlag S. Fischer ist... mehr
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J. Stump, Zürich
Verfasst am: 29.3.2009 3:03
An O. Toneatti
Danke für Ihren Hinweis. Uebrigens habe ich... mehr
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W. Wieser, St. Augustine
Verfasst am: 29.3.2009 1:32
Keine Antwort noetig!
Infolge ihrer mangelhaften Beziehungen zum CIA... mehr
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