Vermischtes
Weltall-Schrott verfehlt ISS
NASA: «Discovery» kann Anker werfen
Entwarnung für die Internationale Raumstation (ISS): Das Risiko einer Kollision mit Weltraumschrott erfordert entgegen ersten Einschätzungen kein Ausweichmanöver, wie die NASA mitteilte. Damit steht auch dem Andocken der Raumfähre «Discovery» am (heutigen) Dienstag nichts mehr im Weg.
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- NASA-Information (engl.)
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Eine Steuerung der ISS zu einer anderen Position hätte auch die sieben Astronauten der «Discovery» zu einer Kursanpassung gezwungen.
Die Bodenstation der NASA unterrichtete beide Besatzung von ihrer Entscheidung und erklärte: «Das macht die Dinge für die Station und für uns einfacher.»
Erst am Donnerstag vergangener Woche hatten sich die drei Besatzungsmitglieder der ISS in ihre Rettungskapsel begeben müssen, weil ein anderes Stück Weltraumschrott der 350 Kilometer über der Erde kreisenden Station bedrohlich nahegekommen war.
Weil die Warnung sehr kurzfristig eintraf, war die Zeit für ein Ausweichmanöver zu knapp. Solche Kursänderungen gab es bisher acht Mal, zuletzt im August vergangenen Jahres.
Die Schrottteile, die der Station am Montag Sorgen machten, stammte von dem sowjetischen Militärsatelliten Kosmos 1275, der schon kurz nach dem Start 1981 auseinanderbrach. Diese Wolke mit 310 Trümmerteilen bewegt sich langsam in niedrigere Umlaufbahnen.
Die Inspektion der «Discovery» auf mögliche Beschädigungen beim Start am Sonntag ergab keine Hinweise auf Defekte.
Die Raumfähre transportiert unter anderem neue Sonnensegel für die Energieversorgung zur ISS. Wegen einer Verzögerung des Starts um mehr als einen Monat wurde die Dauer der Reise um einen Tag auf 13 Tage verkürzt.
Auch die Zahl der Einsätze im freien All wurde von vier auf drei verringert. Der erste soll am Donnerstag stattfinden. Zwei weitere Sonnensegel sollen die bereits sechs installierten Solaranlagen ergänzen und der ISS damit die volle Stromversorgung ermöglichen.
Trotz des verkürzten Aufenthalts im All kann die Besatzung der «Discovery» nach Angaben der NASA 80 bis 90 Prozent der geplanten Arbeiten erledigen. Der abgesagte vierte Ausseneinsatz soll später von der Besatzung der ISS nachgeholt werden.
(ap/halp)
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