Schweiz
Dignitas in Wetzikon unerwünscht
Umnutzungsgesuch der Sterbehilfeorganisation abgelehnt
Die Sterbehilfeorganisation Dignitas ist auch im zürcherischen Wetzikon unerwünscht: Die Baukommission der Stadt Wetzikon hat das Umnutzungsgesuch für eine Liegenschaft von Dignitas abgelehnt. Die Belastung für die Nachbarn sei nicht zumutbar.
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Grundsätzlich sei die vorgesehene Nutzung der Liegenschaft für Sterbebegleitungen zonenkonform, heisst es einer Mitteilung. Das Gebäude steht nämlich in der Wohnzone mit Gewerbeerleichterung.
Die Baukommission kam an ihrer Sitzung vom Mittwoch aber zum Schluss, dass die Umnutzung nicht bewilligungsfähig ist. Sie prüfte insbesondere die Frage der «ideellen Immissionen».
Die Präsenz einer Sterbehilfeorganisation stelle eine «schwerwiegende Belastung für die Nachbarschaft» dar, welche dieser nicht zumutbar sei. Deshalb werde die Nutzungsänderung verweigert. In unmittelbarer Nähe des Gebäudes von Dignitas befinden sich ein Kindergarten, eine Berufsschule und eine Alterssiedlung.
Keine Stellung von Dignitas
Dignitas-Chef Ludwig A. Minelli will zum Entscheid keine Stellung nehmen, wie eine Sprecherin ausrichten liess. Er kenne erst das Ergebnis und habe noch keine ausführliche Begründung. Sie konnte auch nicht sagen, ob Minelli gegen den Entscheid bei der kantonalen Bau-Rekurskommission rekurrieren wird.
Minelli hatte das Haus in Wetzikon im letzten Sommer erworben. Dies, nachdem er in anderen Gemeinden mit Projekten für eine Sterbewohnung gescheitert war. Auch in Wetzikon (ZH) gab es grossen Widerstand: Zwei Petitionen mit mehreren tausend Unterschriften waren bei der Gemeinde eingereicht worden.
Noch bis Juni ist Dignitas legal in einer Gewerbeliegenschaft im Industriegebiet in Schwerzenbach (ZH) tätig. Dort wurde ihr gekündigt, nachdem bekannt geworden war, dass sie zur Freitodhilfe das Luftballongas Helium verwendete.
(sda/stom)
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O. Bacht, (N)Irgendwo
Verfasst am: 13.3.2009 14:31
Ich möchte auch...
...keine Tötungsfabrik in der Nachbarschaft... mehr
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