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Schmidheiny entschädigt Asbest-Opfer

Donnerstag, 5. März 2009, 19:43 Uhr, Aktualisiert 19:43 Uhr

Italienische Kleinstadt soll Millionen bekommen

Der Schweizer Milliardär Stephan Schmidheiny will die Bewohner des italienischen Casale Monferato wegen Asbests entschädigen. In der Kleinstadt stand einst eine Eternit-Fabrik, an der Schmidheiny beteiligt war. Die Bewohner könnten mehrere Millionen Euro erhalten.

Porträt von Stephan Schmidheiny aus dem Jahr 1997.
Stephan Schmidheiny versteht seine Millionenentschädigung als «Geste der Solidarität». (keystone/archiv)

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Schmidheiny, früherer Besitzer zahlreicher Eternit-Fabriken in der Schweiz und rund um den Globus, muss sich möglicherweise ab dem 6. April in Turin vor Gericht verantworten wegen der Asbest-Opfer in den italienischen Werken. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm und einem anderen Grossaktionär mehrfach fahrlässige Tötung vor.

Sie werden für die meist tödlichen Krankheiten von 2619 früheren Mitarbeitern in fünf italienischen Eternit-Fabriken verantwortlich gemacht. Die grösste davon stand in Casale Monferato im Piemont. Ein Gericht muss nun entscheiden, ob es zum Prozess kommt.

Die Entschädigungsofferte Schmidheinys sei zustandegekommen «unter Berücksichtigung der grossen Zahl von Opfern in Casale Monferato, weil sie Asbest ausgesetzt waren», zitiert die italienische Nachrichtenagentur ANSA ein Communiqué der Becon AG mit Sitz in Glarus.

Die Beteiligungsgesellschaft ist gemäss Handelsregister im alleinigen Besitz von Stephan Schmidheiny. Es handle sich dabei um eine «Geste der Solidarität», hiess es weiter. Die Gesellschaft hatte bislang vorgeschlagen, nur ehemalige Eternit-Arbeiter zu entschädigen.

(sda/hues)

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L. Schaub, Diegten

Verfasst am: 6.3.2009 12:20

Jetzt ist Zeit...

... noch rechtzeitig Konkurs wegen der... mehr

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