International
Haftbefehl gegen al-Baschir
Vorwurf der Verbrechen gegen die Menschlichkeit
Der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag hat einen Haftbefehl gegen den sudanesischen Präsidenten Omar al-Baschir erlassen. Dem Staatsoberhaupt ist mehrfach vorgeworfen worden, für die Gräueltaten in der sudanesischen Krisenregion Darfur mitverantwortlich zu sein. Nach der Bekanntgabe des Haftbefehls fanden Demonstrationen für al-Baschir statt, die Rebellen hingegen begrüssen den Entscheid.
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Der internationale Haftbefehl werde wegen der mutmasslichen Beteiligung al-Baschirs an Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit erlassen, teilte der von den Vereinten Nationen ins Leben gerufene Gerichtshof mit.
Salva Kiir, der stellvertretende Präsident und Führer der im halbautonomen Südsudan regierenden Sudanesischen Volksbefreiungsbewegung (SPLM) hatte al-Baschir noch am Vorabend seine Solidarität zugesichert und zur Ruhe im Land aufgerufen.
«Diese Angelegenheit wird mit Sicherheit nicht das Ende unseres Landes, des Sudans oder der Regierung bedeuten. Wir müssen über den Tag hinaus handeln», schrieb Kiir in einer Stellungnahme.
In der sudanesischen Hauptstadt Khartum haben mehr als tausend Menschen gegen den Haftbefehl gegen ihren Präsidenten Omar al-Baschir demonstriert. Sie protestierten mit Rufen wie «Wir lieben dich, Präsident al-Baschir» gegen die Entscheidung des Internationalen Strafgerichtshofs.
Die Rebellen aus der Bürgerkriegsprovinz Darfur begrüssten die Entscheidung der Richter. Ein Vertreter der Bewegung für Gerechtigkeit und Gleichheit sprach in Kairo von einem «grossen Tag» für den Sudan und für Darfur.
(sda/bucf/fasc)
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W. Kathriner, Sarnen
Verfasst am: 5.3.2009 7:45
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