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Haltiner: «Wir sind in einem Wirtschaftskrieg»

Dienstag, 24. Februar 2009, 11:00 Uhr, Aktualisiert 25.02.2009, 12:59 Uhr

«Club»-Runde zum Steuerstreit

In der Diskussion über das Bankgeheimnis spricht Finma-Chef Eugen Haltiner im «Club» Klartext: «Die Schweiz befinde sich in einem Wirtschaftskrieg, wo Machtblöcke ihre Interessen durchsetzen wollen.» Und man befinde sich erst am Anfang von diesem Prozess.

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UBS-Chef nimmt Stellung

Die Schweiz sei in diesem Krieg ein dankbares Opfer, so Haltiner. «Sie ist klein und relativ schlecht vernetzt.» Sie habe keine Freunde bei diesem Thema. Der Direktor der Schweizerischen Bankiervereinigung Urs Philipp Roth sieht die Schweiz auch in Bedrängnis. Er wirft den USA «Rambo-Methoden» vor.

Der emeritierte Professor für Bankenwesen, Hans Geiger, kritisiert die Akteure im Steuerstreit. Alle drei Beteiligten - die UBS, die USA und der Bundesrat - hätten einen schlechten Job gemacht. Hätte der Bundesrat gar nicht eingegriffen, wäre nun das Bankengeheimnis nicht derart gefährdet.

In der Frage, wie es überhaupt zu einer solchen Eskalation habe kommen können, wird Haltiner ebenfalls deutlich: «Mit dem jetzigen Rahmendbedingungen konnten wir diesen Unfall nicht verhindern. Wir sind hochverletzlich.»

Man habe mit dem Vergleich zwischen der UBS und der USA vom letzten Mittwoch die schlimmste Wunde geschlossen. Es brauche aber eine rasche Debatte und Lösungen, wie die internationalen Erwartungen erfüllt werden können.

Keine Lösung ist laut UBS-Konzernchef Marcel Rohner die Aufweichung des Bankgeheimnisses. «Wenn sie Bankdaten öffnen und streuen, ist das ein Weltbild, das ich nicht vertrete.» Zudem seien nicht die Inhalte das Problem, sondern die gegenwärtigen Verfahren in der Schweiz.

Für SP-Ständerätin Simonetta Sommaruga braucht es zukunftsgerichtete Lösungen, um aus dem «Schlamassel» heraus zu kommen. Sie fordert die Banken auf, die innenpolitische Diskussion in der Steuerfrage zu deblockieren. Der Unterschied zwischen Steuerhinterziehung und Steuerbetrug dürfe nicht länger gemacht werden.

Die Gesprächsteilnehmer diskutieren in der Runde über die Ursachen und Folgen des Steuerstreits - und wie die Schweiz aus der derzeitigen Krise wieder hinausfinden kann.

(sf/frua)

Kommentare aktiv...

E. Wille, Rosenfeld

Verfasst am: 25.2.2009 19:20

Ganz offensichtlich leidet auch der Herr Haltiner

an Verfolgungswahn. Es geht eben nicht um einen... mehr

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W. Kathriner, Sarnen

Verfasst am: 25.2.2009 13:39

a ha, sroig

Sie sind soo bestechend kompetent, dass Sie nicht... mehr

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P. sroig, Zürich

Verfasst am: 25.2.2009 13:26

Bravo

Die Herren Haltiner und Rohner machen einen... mehr

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