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Die Hälfte der Schweizer hat Angst vor Fremden

Dienstag, 24. Februar 2009, 11:41 Uhr, Aktualisiert 20:32 Uhr

Rechtsextremes Verhalten primär bei Jungen

Auch in der Schweiz existiert Rechtsextremismus. Er tritt primär bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf. Das Nationale Forschungsprogramm (NFP) stellte fest, dass über 50 Prozent der Bevölkerung Fremdenangst hat. Die Wirkung von Präventionsprogrammen ist schwierig zu belegen.

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Rechtsextemismus in der Schweiz

Die Ergebnisse des 2003 mit 4 Millionen Franken gestarteten NFP «Rechtsextremismus - Ursachen und Gegenmassnahmen» wurden in Bern präsentiert. Eine sachliche Auseinandersetzung sei schwierig: Rechtsextremismus werde entweder ignoriert oder aufgebauscht.

In den 13 Forschungsprojekten wird festgestellt, dass das Bedürfnis nach nationaler Identität und das Bedürfnis nach der Abwehr des Fremden «beunruhigend» auseinanderdriften. Ein beträchtlicher Teil der Bevölkerung sei fremdenfeindlich und rassistisch eingestellt.

Eine Studie ergab, dass 20 Prozent der Bevölkerung antisemitisch sind, über 50 Prozent vor Fremden und 30 Prozent vor dem Islam Angst haben, und dass rund 40 Prozent sexistisch denken. 10 Prozent befragter Schülerinnen und Schüler gaben an, mit rechtsextremer Gewalt in Berührung gekommen zu sein.

Eigentlicher Rechtsextremismus tritt primär bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf. Das NFP hat auch die Entstehungsbedingungen des Rechtsextremismus untersucht. Dazu gehöre der Rechtspopulismus, der in der Schweiz eine lange Tradition habe und seit den 60er-Jahren im internationalen Vergleich eine «Pionierrolle» einnehme. Je grösser der Rechtspopulismus sei, desto mehr Aufmerksamkeit fänden rechtsextreme Akteure.

Extreme politische Positionen würden in einem Mediensystem, welches das Spektakuläre honoriere und beim Thema Rechtsextremismus zum Übertreiben und Moralisieren neige, besonders beachtet, schreiben die Forschenden. Dies erschwere die sachliche Diskussion und die Umsetzung möglicher Abhilfen.

Prävention sei schwierig, halten die Forschenden fest. Auf Gemeindeebene entfalte der Schulterschluss von Politik, Polizei, Schule, Jugendarbeit, Kirchen und Vereinen eine vorbeugende Wirkung. Der Bundesrat habe ein Monitoring zu Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Rechtsextremismus beschlossen.

(sda/ap/bers)

Kommentare aktiv...

G. Müller, züri

Verfasst am: 26.2.2009 18:14

kleine Korrektur

Christ wird man nicht durch eine Taufe. Die Taufe... mehr

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G. Müller, züri

Verfasst am: 26.2.2009 18:08

@ T.Ahmadi

Es steht auch das der Mann seine Frau als Strafe... mehr

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H. Bernoulli, Zürich

Verfasst am: 26.2.2009 15:39

Fortsetzung

...S. der Wirtschaft (UBS, Swissair), durch... mehr

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