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30 % mehr Jugendarbeitslose bis 2010

Donnerstag, 19. Februar 2009, 13:48 Uhr, Aktualisiert 14:05 Uhr

SGB-Jugend fordert 10‘000 neue Lehrstellen

Jugendliche trifft die Krise besonders hat. Der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) rechnet für 2010 mit einem Drittel mehr jungen Arbeitslosen. Die SGB-Jugendkommission fordert 10‘000 zusätzliche Ausbildungsplätze.

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Jugend-Arbeitslosigkeit

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Trotz einiger Lichtblicke sei die Lehrstellenlage insgesamt immer noch prekär, hiess es an einer Medienkonferenz der SGB-Jugendkommission in Bern. Noch immer seien rund 20‘000 Jugendliche in Zwischenlösungen.

Angesichts der Gefahr, dass in den nächsten Monaten die Jugendarbeitslosigkeit markant zunehmen könnte, seien zusätzliche Lehrstellen dringend nötig.

Der SGB rechnet für 2010 mit mindestens 30‘000 jugendlichen Arbeitslosen – 10‘000 mehr als heute. Diese Zahl zeige aber nicht die volle Wirklichkeit, sagte SGB-Zentralsekretär Jean-Christophe Schwab.

Nur einer von zwei arbeitslosen Jugendlichen schreibe sich bei der Arbeitslosenversicherung ein. Die andere Hälfte erscheine somit nicht in der offiziellen SECO-Statistik.

Damit die Krise nicht voll auf die Jugendlichen durchschlage, fordert die SGB-Jugendkommission Massnahmen von Bund, Kantonen und Arbeitgeberorganisationen. Notfalls müssten die Kantone in Vollzeitschulen (Lehrwerkstätten, Handelsschulen usw.) mehr Ausbildungen anbieten, vor allem für Jugendliche mit Schulschwierigkeiten.

Insbesondere zu verbessern sein die aktive Suche nach Lehrstellen, die Schaffung von Ausbildungsverbünden und die spezielle Unterstützung von schulschwächeren Jugendlichen.

Unternehmen in wirtschaftlichen Schwierigkeiten sollen möglichst darauf verzichten, Lehrstellen aufzuheben. Zudem brauche es Berufsbildungsfonds in allen Kantonen. Bis heute gebe es dieses taugliche Instrument zur Förderung der Ausbildungswilligkeit von Unternehmen nur in den Kantonen GE, FR, NE, VS, JU und ZH, bald in VD.

Nötig seien auch Massnahmen für die Weiterbildung. Nach dem Lehrabschluss hätten die Jugendlichen Mühe, eine Stelle zu finden, wenn sie sich in Konkurrenz zu Berufsleuten mit mehr Erfahrung darum bewerben. Die Weiterbildung soll ihnen eine Verbesserung ihrer Kompetenzen ermöglichen.

Die SGB-Jugendkommission schlägt beispielsweise einen bezahlten Weiterbildungsurlaub von fünf Tagen für alle Lohnabhängigen - Lehrlinge inbegriffen - vor. Auch verlangt sie ein Recht auf eine berufliche Standortbestimmung alle fünf Jahre.

(sda/ap/from)

Kommentare aktiv...

R. Bolliger, Orpund

Verfasst am: 20.2.2009 7:09

Der SGB fordert,...

...der Staat muss, wir verlangen, usw. Das sind... mehr

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S. Lamprecht, Eglisau

Verfasst am: 19.2.2009 19:06

Ja wo und wer denn??

Ja wer und wo sollen denn diese Plätze... mehr

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