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Das Mädchen sei im Bruderholzspital in Bottmingen (BL) gestorben, bestätigte der Baselbieter Kantonsarzt Dominik Schorr. Es ist derzeit nicht der einzige Krankheitsfall in der Nordwestschweiz: Auch die Geschwister des Mädchens seien offenbar angesteckt, sagte Schorr mit Verweis auf Arztangaben. Die Familie lebt in einer Solothurner Gemeinde im Leimental unweit von Basel.
Unabhängig von diesem Todesfall weiss Schorr noch von fünf am Keuchhusten erkrankten Primarschülern in Laufen (BL). Im Baselbiet gibt es Richtlinien zur Vermeidung von Ansteckungen; diese kommen auch hier zum Tragen.
Impfung wird dringend empfohlen
Schorr ist unter dem Eindruck des Todesfalls zwar «ein wenig schockiert» über das geballte Auftreten der Infektionskrankheiten Grippe, Masern und Keuchhusten. Seine Risikoeinschätzung sei jedoch unverändert: Die Impfung sei sehr empfohlen; sie senke beim Keuchhusten mindestens das Risiko eines schweren Verlaufs.
Keuchhusten führt zu Atemnot, die vor allem ungeimpften Kleinkindern stark zu schaffen macht. Es ist eine sehr ansteckende Infektionskrankheit, die für Kleinkinder lebensgefährlich verlaufen kann. Todesfälle sind in der Schweiz indes sehr selten: Laut Bundesangaben endet eine von tausend Erkrankungen tödlich. Komplikationen können bei bereits Erkrankten nicht mehr mit Antibiotika verhindert werden.
Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) rät dringend zur Impfung schon im Säuglingsalter. Gemäss Schorr erkranken meist Kinder unter sechs Monaten an Keuchhusten. Das BAG empfehle deshalb neu schon ab dem Alter von zwei Monaten zu impfen; bisher waren es drei Monate gewesen.
Zwischen 1995 und 2001 starben in der Schweiz drei Babys im Alter von 8, 9 und 11 Wochen an Keuchhusten. Die Krankheit ist nicht meldepflichtig, weshalb es keine zuverlässige Statistik gibt. Weltweit sterben pro Jahr 300'000 Menschen an Keuchhusten; die Krankheit gehört zu den zehn häufigsten Todesursachen bei Kindern.
(sda/godc)
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