International
Das Schreckensregime der Roten Khmer
Terror und Unterdrückung
Hunderttausende Kambodschaner wurden unter der Schreckensherrschaft der Roten Khmer ermordet oder starben an Hunger und Krankheiten.
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Das Ausmass der Verbrechen der Jahre 1975 bis 1979 ist nicht verlässlich zu beziffern. Die Schätzungen reichen von 1,7 bis 3 Millionen Todesopfern unter den damals 7,3 Millionen Einwohnern des südostasiatischen Landes.
Das Regime des «Steinzeitkommunisten» Pol Pot verfolgte alle vermeintlichen Gegner. Dazu zählten Intellektuelle und jeder, der mit der früheren Regierung zu tun hatte. Brillenträger waren besonders verdächtig. Im Visier der Khmer waren Vietnamesen und Chinesen ebenso wie Buddhisten, Christen und Homosexuelle.
Menschen, die dem radikalen Ziel Pol Pots von einem kommunistisch- primitiven Bauernstaat hinderlich schienen, wurden in «Sicherheitsgefängnisse» genannte Folterzentren und Todeslager verschleppt.
In abgelegenen Gegenden, sogenannten Killing Fields, hatten die Gefangenen den sicheren Tod vor Augen. Um Munition zu sparen, wurden sie dort mit Äxten, Spaten und Stöcken erschlagen. Wer noch kräftig genug war, musste sich zuvor das eigene Grab schaufeln.
Überlebende Führer des 1979 von der vietnamesischen Armee gestürzten Regimes müssen sich nun 30 Jahre später vor einem Sonderstrafgerichtshof verantworten. Pol Pot selbst, von seinen Anhängern «Bruder Nummer 1» genannt, starb 1998 im Norden Kambodschas.
(sda/mulr)
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