Schweiz
Kommission will Bericht zu Pauschalbesteuerung
Gängige Kantonspraktiken und aktuelle Zahlen erwünscht
Nach dem Nein des Zürcher Volkes zur Pauschalbesteuerung reicher Ausländer hat die Wirtschaftskommission (WAK) des Nationalrates beim Bundesrat einen Bericht über die kantonalen Praktiken bei der Pauschalbesteuerung bestellt.
Artikel bewerten
Artikel teilen
Wie die Parlamentsdienste mitteilten, hat die WAK davon Kenntnis genommen, dass die Zürcher Stimmberechtigten der Abschaffung der Besteuerung nach dem Aufwand in der Kantonssteuer zugestimmt haben.
Im Hinblick auf eine vom Kanton St. Gallen eingereichte Standesinitiative, welche die Abschaffung der Pauschalbesteuerung auf Bundes- und auf Kantonsebene verlangt, hat die WAK das Eidgenössische Finanzdepartement (EFD) beauftragt, einen Bericht zu den gängigen Kantonspraktiken und zu aktuellen Zahlen zu erstellen.
Die WAK wird den Bericht voraussichtlich nach der Sommersession behandeln und dann allenfalls einen Vorstoss erarbeiten. Finanzminister Hans-Rudolf Merz hatte sich vom Verdikt des Zürcher Volkes überrascht gezeigt. Er werde sich aber hüten, sich in kantonale Kompetenzen einzumischen.
Erbschaften und Schenkungen sollen in der Schweiz auch künftig nicht besteuert werden. Die WAK hat eine entsprechende parlamentarische Initiative von Ursula Wyss (SP/BE) mit 16 zu acht Stimmen abgelehnt, wie die Parlamentsdienste mitteilten.
Wyss' Vorschlag sieht einen Freibetrag von einer Million Franken pro direkten Nachkommen vor. Der Ertrag soll je zur Hälfte an Bund und Kantone gehen. Die Mehrheit der Kommission war der Meinung, dass eine solche Steuer dem liberalen Wirtschaftsverständnis der Schweiz widerspricht und die Attraktivität des Standorts Schweiz beeinträchtigen würde.
Insbesondere seien Probleme bei der Nachfolge in Familienunternehmen zu erwarten. Nach Auffassung der Minderheit hingegen würde eine Erbschaftssteuer weder den Konsum noch die Arbeit belasten, sondern dem Grundsatz der Besteuerung nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit entsprechen.
(sda/ap/hesa)
Meldungen im Tagesverlauf
- «Oranje» und Co. noch nicht in EURO-Form
- Opfer bei abgestürztem Kleinflugzeug in Deutschland sind vermutlich Schweizer
- Tote bei Protest gegen Schweizer Xstrata
- Tunesischer Präsident will Potentatengelder zurück
- Computervirus «Flame» gilt als neue Cyber-Waffe
- Miami Heat legen im Conference-Final vor
- Brandkatastrophe in Katar fordert 19 Todesopfer
- Zorn über Wahlausgang auf Ägyptens Strassen
- Shaqiri erneut «Spieler des Jahres»
- Elvis-Grabstätte kommt unter den Hammer
- Ungefährdeter Sieg für die Ukraine
- Saudi-Arabien: «Schlampe» wegen lackierter Fingernägel
- Fukushima-Strahlung in Thunfischen vor den USA
- SP könnte Steuerabkommen kippen
- Golden Gate Bridge im Lichterregen
- Annan ist schockiert über Massaker in Syrien


Elvis-Grabstätte kommt unter den Hammer
Computervirus «Flame» gilt als neue Cyber-Waffe
Zorn über Wahlausgang auf Ägyptens Strassen
Saudi-Arabien: «Schlampe» wegen lackierter Fingernägel
Opfer bei abgestürztem Kleinflugzeug in Deutschland sind vermutlich Schweizer
Tote bei Protest gegen Schweizer Xstrata
Tunesischer Präsident will Potentatengelder zurück
Bankia stürzt ab – Madrilenische Börse ebenfalls
Abhörskandal: Tony Blair vor Ethikkommission
EU-Sondergipfel im Zeichen des Wachstums
Levrat lehnt Steuerabkommen ab
Steinbrück: Abkommen mit der Schweiz begünstigt Steuerbetrüger
Jeder zehnte Velofahrer ab 1. Juni nicht versichert
Ägypten: «Der schlimmste denkbare Albtraum ist eingetroffen»
Jetzt sorgen Militärvelos für rote Köpfe


















