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Kirchenaustritte: «Diesmal wird es schlimmer»

Freitag, 6. Februar 2009, 11:53 Uhr, Aktualisiert 18:22 Uhr

Schweizer Kirchenvertreter befürchten Austrittswelle

Nach der umstrittenen Aufhebung der Exkommunikation eines britischen Bischofs und Holocaust-Leugners durch den Papst rechnen die Bischofskonferenz und die Kantonalkirchen mit vermehrten Austritten. Austritte nach umstrittenen Entscheiden des Papstes seien üblich, aber «diesmal wird es schlimmer», sagt Guido Saxer, Synodalverwalter der Landeskirche Luzern.

Porträt von Papst Benedikt XVI.
Aufgrund umstrittener Äusserungen von Papst Benedikt XVI. rechnet die katholische Kirche mit mehr Austritten. (reuters)

Ähnlich tönt es aus Zürich. Der Sprecher der römisch-katholischen Landeskirche, Aschi Rutz, sagte es so: «Das ist wohl der Tropf, der das Fass zum Überlaufen brachte.» In einer Umfrage hätten einzelne Kirchgemeinden bereits jetzt bestätigt, dass es zu mehr Austritten gekommen sei.

Die Zürcher Landeskirche selbst erhalte viele Anfragen, wie bei einem Kirchenaustritt vorzugehen sei. «Kommt normalerweise eine Anfrage pro Woche, sind es zurzeit drei bis vier pro Tag», sagte Rutz. Er selbst verstehe, wenn jemand dem Vatikan den Rücken kehren wolle. Damit schwäche man aber leider auch die Landeskirche.

Die Austritte aus der Kirche kämen nicht regelmässig übers Jahr verteilt, sagt auch Walter Müller, Sprecher der Bischofskonferenz. Nach umstrittenen Äusserungen des Papstes könne man jeweils eine Häufung feststellen. Das werde wahrscheinlich auch diesmal so sein.

Konkrete Zahlen konnte Müller noch nicht nennen. Dafür sei es zu früh. Wer aus der Kirche austrete, trage den Entscheid meistens lange mit sich herum, sagte Müller weiter. Der Auslöser könne dann ein Ereignis von aussen sein - etwa eine Äusserung des Vatikans oder aber auch, wenn die Steuererklärung ausgefüllt werden muss.

Dass es an der Basis brodelt, spüren offenbar auch die Schweizer Bischöfe. So hatte der St. Galler Bischof Markus Büchel am Donnerstag in einem offenen Brief die Bruderschaft St. Pius X. und die zögerliche Haltung des Papstes kritisiert.

Noch am Freitag will sich Kurt Koch, Bischof des Bistums Basel, ebenfalls mit einem offenen Brief an die Gläubigen wenden, wie Walter Müller, Sprecher der Schweizerischen Bischofskonferenz, auf Anfrage sagte. Der Brief werde ähnlich kritisch ausfallen wie jener von Bischof Büchel.

(sda/widb/sper)

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M. Fricker, Rüti/GL

Verfasst am: 8.2.2009 1:08

Glaubwürdigkeit der Kirche (Teil 2)

Mein Gott ist die Natur und deren Tiere, wenn ich... mehr

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M. Fricker, Rüti/GL

Verfasst am: 8.2.2009 1:07

Glaubwürdigkeit der Kirche (Teil 1)

Ich bin schon seit über 30 Jahren aus der... mehr

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W. Wyssmann, Derendingen

Verfasst am: 7.2.2009 15:49

Schon wieder "sich reformieren"

Die geschah schon zu Beginn des 16. Jh. (Luther,... mehr

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