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International

Gefahr für Afghanistan-Einsatz?

Mittwoch, 4. Februar 2009, 1:32 Uhr, Aktualisiert 01:40 Uhr

Kirgistan schliesst US-Drehkreuz

Kirgistan will den strategisch wichtigen US-Luftwaffenstützpunkt Manas schliessen. Die Schliessung des Stützpunkts wäre ein herber Rückschlag für die Pläne des neuen US-Präsidenten Barack Obama, die Truppenpräsenz in Afghanistan auf bis zu 30'000 Soldaten aufzustocken.

Ein grosses Frachtflugzeug bei der Landung, im Vordergrund ein Teil eines weiteren Frachters.
Ein C-5-Militärfrachtflugzeug landet auf dem US-Luftwaffenstützpunkt in Manas - ein wichtiges Drehkreuz für die Truppen in Afghanistan. (reuters)

Zugleich wäre es nach Einschätzung von Beobachtern ein wichtiger Erfolg für Russland in dem Bemühen, die USA aus Zentralasien - einer Region mit beträchtlichen Öl- und Gasreserven - zu verdrängen.

Der kirgisische Präsident Kurmanbek Bakijew erklärte bei einem Besuch in Moskau, seine Regierung habe das Thema immer wieder in Verhandlungen mit den USA um eine Kompensation für die Truppenstationierung zur Sprache gebracht. «Leider haben wir seitens der USA keinerlei Verständnis gefunden», sagte er im russischen Fernsehen.

Kurz vor Bakijews Stellungnahme hatte die russische Regierung angekündigt, der verarmten früheren Sowjetrepublik einen Kredit von zwei Milliarden Dollar und Direkthilfen von 150 Millionen Dollar zukommen zu lassen.

Manas ist ein wichtiges Drehkreuz für die US-Streitkräfte für die Versorgung der Truppen in Afghanistan. US-Kommandeur David Petraeus hatte kürzlich bei einem Besuch in Zentralasien erklärt, Manas wäre ein Schlüssel für die geplante Truppenverstärkung.

Die USA pumpen derzeit rund 150 Millionen Dollar jährlich in die kirgisische Volkswirtschaft. Darunter sind auch 63 Millionen Dollar an Pachtgebühren für den Luftwaffenstützpunkt.

Ein Sprecher der US-Truppen in Afghanistan zeigte sich in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur AP wenig beeindruckt von der Ankündigung der kirgisischen Regierung.

«Wir haben einen gültigen Vertrag, und sie (die Kirgisen) verdienen Millionen an unserer Präsenz dort. Es gibt keine Pläne, den Zugang irgendwann in nächster Zeit zu schliessen», sagte Oberst Greg Julian. «Ich denke, es handelt sich lediglich um eine politische Positionierung.» Er verwies zudem darauf, dass General Petraeus erst vor kurzem in Kirgistan gewesen sei.

Manas liegt rund 25 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Bischkek. Die USA hatten den Fliegerhorst sowie eine Basis im benachbarten Usbekistan nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 errichtet, um ihre Militäroperationen in Afghanistan zu unterstützen.

Usbekistan hatte die US-Truppen nach einem Streit über das Thema Menschenrechte 2005 geschlossen.

Russland hat die Anwesenheit von US-Truppen in Kirgistan, das es als seinen strategischen Vorhof betrachtet, seit langem mit Argwohn verfolgt. Russland unterhält ebenfalls einen Luftwaffenstützpunkt in Kirgistan.

(ap/halp)

Kommentare aktiv...

J. Stump, Zürich

Verfasst am: 5.2.2009 17:37

2. Teil

Bevor dieser Blog wieder verschwindet, gebe ich... mehr

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J. Stump, Zürich

Verfasst am: 5.2.2009 15:38

Was "Gorbi" betrifft...

stimmt Ihre Aussage nicht ganz. Er liess sich... mehr

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O. toneatti, bern

Verfasst am: 4.2.2009 19:30

Die Amis wollen

immer ein wenig mit dem Feuer spielen. Wenn es... mehr

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