Vermischtes
Piepmatz des Jahres: Der Gartenrotschwanz
Durch intensive Landwirtschaft bedroht
Der Schweizer Vogelschutz (SVS) hat den Gartenrotschwanz zum Vogel des Jahres 2009 gekürt. Der Zugvogel, der zu den buntesten Kleinvögeln der Schweiz zählt, ist in den letzten Jahren rar geworden.
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Der Name kommt vom rostroten Schwanz des Vogels und von seinem einst bevorzugten Aufenthaltsort, dem Garten. Rostrot ist beim Gartenrotschwanz auch die Brust, die mit dem schwarzen Gesicht, der weissen Stirn und dem grauen Mantel kontrastiert. Das Weibchen ist einheitlich braun mit rostrotem Schwanz.
Noch bis in die 1950er-Jahre war der Gartenrotschwanz in der Schweiz häufiger anzutreffen als sein nächster Verwandter, der Hausrotschwanz, wie es in einem Communiqué des SVS/BirsLife Schweiz vom Montag heisst. Heute sei der kleine Zugvogel auf der Roten Liste der gefährdeten Arten.
Zum schnellen und massiven Einbruch der Bestände beigetragen haben laut SVS die Intensivierung der Landwirtschaft und die Fällaktion von Hochstamm-Obstbäumen des Bundes in den 1960er-Jahren.
Der Gartenrotschwanz ernährt sich hauptsächlich von Spinnentieren, Bodeninsekten und deren Larven. Er ist deshalb auf offene, lichte Bodenflächen mit spärlicher und niedriger Vegetation angewiesen.
Dokumentiert wurde der rasche Bestandsrückgang des Gartenrotschwanzes in der Zürcher Gemeinde Horgen. Dort nisteten 1965 insgesamt 45 Paare. 1975 zählten die Vogelschützer noch 9 und im Jahre 2008 gerade noch 6 Paare.
Ein zweiter Faktor für die Abnahme der Vogelart sind laut SVS Veränderungen im Überwinterungsgebiet des Gartenrotschwanzes in den Savannen West- und Zentralafrikas. Die Dürreperiode in der Sahelzone von 1968 bis 1974 habe dem Kleinvogel hart zugesetzt.
Der Gartenrotschwanz trifft jeweils im April in der Schweiz ein und macht sich gegen August/September wieder auf den Weg nach West- und Zentralafrika. Auf der 6000 Kilometer langen Reise sind die Vögel auf gute Rastplätze angewiesen, um neue Energie für den Weiterflug zu tanken.
Der SVS/BirdLife Schweiz will mit der Auszeichnung «Vogel des Jahres» landauf und landab Politiker für die Natur sensibilisieren. Für den Gartenrotschwanz fordern die Vogelschützer mehr abwechslungsreiche Obstgärten und Parks mit alten, höhlenreichen Bäumen als Nistgelegenheiten sowie mehr extensiv genutzte Wiesen.
(sda/hues)
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R. Fauser, Augsburg
Verfasst am: 2.2.2009 23:37
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B. Scheidegger, Bern
Verfasst am: 2.2.2009 20:01
Tiere u. Pflanzen in Not!
Und je mehr die Wirtschaft wächst, desto mehr... mehr
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