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Heftige Schneefälle führen zu Rekord-Stau

Montag, 2. Februar 2009, 0:45 Uhr, Aktualisiert 03.02.2009, 14:13 Uhr

Der Winter hat Europa im Griff

Heftige Schneefälle haben in weiten Teilen Europas zu Verkehrsbehinderungen geführt. In London und Paris mussten Flüge annulliert werden. Auf Belgiens Strassen kam es im morgendlichen Berufsverkehr zu einem Rekord-Stau.

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Schneechaos hält an

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Nach Angaben des belgischen Automobilclubs Touring kam der Verkehr zeitweise auf einer Länge von insgesamt 408 Kilometern zum Erliegen. Laut der Polizei kam es dabei aber nicht zu mehr Unfällen als üblich.

Obwohl sich die belgische Bahngesellschaft SNCB auf die winterliche Witterung eingestellt hatte, fuhren viele Züge mit rund zehn Minuten Verspätung.

Am Flughafen Heathrow in London rutschte eine Passagiermaschine der Fluggesellschaft Cyprus Air wegen der Schneefälle von einer Rollbahn. Verletzt wurde dabei niemand, teilte der Flughafenbetreiber BAA mit.

Die grösste britische Fluggesellschaft British Airways teilte mit, bis zum Nachmittag alle Kurz- und Langstreckenflüge zu streichen. Der Billigflieger Ryanair strich wegen des Schneechaos mehr als 70 Flüge am Flughafen Stansted.

Auch in Frankreich mussten mehrere Fluggesellschaften ihre Maschinen auf dem Boden lassen. Allein auf dem Pariser Airport Charles de Gaule sollten am Vormittag bis zu 30 Prozent der Starts ausfallen.

Auf den Strassen im Grossraum Paris gab es zudem kilometerlange Staus. Der öffentliche Nahverkehr mit Bussen lief nur eingeschränkt. In einigen Orten kamen Kinder nicht zu Schule, weil die Behörden den Schulbusverkehr einstellen liessen. Der französische Wetterdienst Meteo France gab für mehr als 30 Departements Eis- und Glätte-Warnungen heraus.

In Italien erwachte Mailand unter einer Schneedecke, die ebenfalls Probleme im städtischen Verkehr verursachte. Schneefälle wurden auch in Turin und Parma gemeldet. Laut Behördenangaben waren insgesamt 800 Autobahnkilometer eingeschneit.

Wegen heftigem Wind musste der Genueser Hafen gesperrt werden, berichteten italienische Medien. In der lombardischen Stadt Lecco wurde ein Obdachloser tot aufgefunden. Riesige Schneemengen wurden aus den Abruzzen sowie aus Umbrien gemeldet.

Auch die Schweiz blieb vom stürmischen Wetter nicht verschont. In den Bergen und den Föhntälern wütete ein Orkan. Spitzenwerte wurden im Oberengadin auf dem Corvatsch mit 140 Kilometern pro Stunde gemessen. Nach bis zu 20 Zentimetern Neuschnee wurde die Strasse um den San-Bernardino-Tunnel teilweise gesperrt.

(sda/halp/widb)

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