Schweiz
Scharmützel bei Anti-WEF-Demo in Genf
Davoser Demonstranten üben scharfe Kritik
Die Genfer Anti-WEF-Demonstration ist glimpflich ausgegangen: Zwar kam es zu kleineren Scharmützeln. Verletzte waren jedoch ebenso wenig zu beklagen wie Sachschaden. Friedlich verlief eine zweite Anti-WEF-Kundgebung in Davos.
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Die Polizei setzte Tränengas, Knüppel und Wasserwerfer ein und löste den Demonstrationszug auf. Die Demonstranten warfen ihrerseits Flaschen in Richtung Polizei. In der Folge lieferten sich die Vermummten und die Polizei ein Katz-und-Maus-Spiel in der Innenstadt.
Dabei kam es immer wieder zu kleineren Scharmützeln, obwohl die Organisatorenwiederholt zu friedlichem Verhalten aufriefen. Verletzte waren laut Jean-Philippe Brandt, dem Sprecher der Genfer Polizei, jedoch nicht zu beklagen. Auch Sachbeschädigungen blieben aus.
Neben rund 80 Festnahmen wurden etwa 130 Personen auf ihre Identität hin kontrolliert. Verhaftet wurde niemand. Die Polizei ging von rund 500 Kundgebungsteilnehmern aus. Wegen der Kundgebung standen der öffentliche und private Verkehr in Genf während rund zwei Stunden vollkommen still. Nach 18 Uhr normalisierte sich die Lage nach und nach wieder.
In Davos nahmen gegen 120, grösstenteils Jugendliche an einer von den Grünen organisierten Anti-WEF-Demo teil.
Zur Protestkundgebung hatten Grüne, Jungsozialisten (Juso), der Verein Autonome Jugend Davos sowie die Ortsgruppe von Amnesty International aufgerufen. Die Teilnehmer besammelten sich am Mittag beim Bahnhof Davos Dorf.
Die WEF-Tragödie wie auch die WEF-Farce verkörpere keiner so gut wie der ehemalige britische Premier Tony Blair, der vor vier Jahren die Auftakt-Rede gehalten habe, sagte der grüne Nationalrat Josef Lang. So habe Blair derart einseitig auf die Finanzbranche und die Finanzspekulation gesetzt, dass sein Land zu einem maroden Hedge Fonds mit einem marginalen Werkplatz verkommen sei.
Genau wie Blair sei auch das Weltwirtschaftsforum (WEF) nicht Teil der Lösung, sondern Teil des Problems, sagte Lang und prangerte die neoliberale Rücksichtslosigkeit an.
Bei einem Zwischenhalt in der Nähe des Kongresszentrums flogen einige Schneebälle und rund ein Dutzend Schuhe. Demonstranten rüttelten am Absperrgitter und rissen die Abdeckfolie herunter. Die Polizei hielt sich bisher diskret im Hintergrund.
(sda/koua)
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P. Jegerlehner, Ostermundigen
Verfasst am: 1.2.2009 17:45
Hart durchgreifen
Da wird geschrieben,dass die Polizei... mehr
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M. Margeau, Au
Verfasst am: 1.2.2009 9:54
Repression...
...in unserer schönen CH ist mehr verbreitet als... mehr
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R. Bolliger, Orpund
Verfasst am: 1.2.2009 8:35
Eine weitere "Verharmlosung"..
..bilden die jeweiligen Medienberichte, die von... mehr
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