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Wie die «Rundschau» am Mittwoch berichtete, war Margrit Merz, die Geschäftsführerin eines kleinen Ladens in Davos, am Mittwochmorgen vor Öffnung ihres Geschäfts von der Polizei aufgefordert worden, eine Tibet-Fahne und Gebetsbücher aus dem Schaufenster zu entfernen. Die Polizei begründete dies mit dem Besuch der chinesischen Delegation in Davos.
Polizei lenkte teilweise ein
Margrit Merz sagte im Schweizer Radio DRS, sie sei am Mittwochmorgen vor Öffnung ihres Geschäfts von der Polizei aufgefordert worden, Schriften des Dalai Lama, tibetische Gebetsbücher und die Flagge aus dem Schaufenster zu entfernen.
Merz tat wie geheissen, zumal die Polizei erklärte, sie werde die Gegenstände beschlagnahmen, komme Merz der Aufforderung nicht nach. Später intervenierte sie jedoch bei der Polizei und erreichte nach längerem Hin und Her, dass sie die Bücher wieder ins Schaufenster stellen durfte. Die Flagge hingegen musste verborgen bleiben.
Tibet-Demo bewilligt
Der Sprecher des WEF-Ausschusses der Bündner Regierung, André Kraske, erklärte dazu, die Davoser Regierung habe für Mittwoch eine Demonstration von Tibetern bewilligt mit der klaren Auflage, die Kundgebung müsse am Bahnhof Davos-Platz stattfinden.
«Dann kann es natürlich nicht sein, dass Leute an einem anderen Ort so etwas wie eine Demonstration machen», begründete Kraske das Vorgehen der Ordnungshüter.
Keine rechtliche Grundlage
«Für ein solches Vorgehen auf privatem Grund fehlt jede rechtliche Grundlage», erklärte hingegen Catherine Weber, Geschäftsführerin des Verbandes Demokratische Juristinnen und Juristen der Schweiz. Die Aktion der Kantonspolizei sei zudem «völlig unverhältnismässig» gewesen, sagte Weber.
(sda/hesa)
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