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Schweiz

Tibet-Flaggen in Davoser Geschäft unerwünscht

Donnerstag, 29. Januar 2009, 11:22 Uhr, Aktualisiert 30.01.2009, 16:57 Uhr

Polizei-Einsatz vor Besuch von Wen Jiabao

Der chinesische Premierminister Wen Jiabao soll sich auch in Davos keinesfalls an Tibet erinnern müssen: Die Kantonspolizei Graubünden hat in einem Geschäft für Geschenke an der Promenade ein tibetische Flagge beschlagnahmt.

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«Rundschau»

Wie die «Rundschau» am Mittwoch berichtete, war Margrit Merz, die Geschäftsführerin eines kleinen Ladens in Davos, am Mittwochmorgen vor Öffnung ihres Geschäfts von der Polizei aufgefordert worden, eine Tibet-Fahne und Gebetsbücher aus dem Schaufenster zu entfernen. Die Polizei begründete dies mit dem Besuch der chinesischen Delegation in Davos.

Polizei lenkte teilweise ein

Margrit Merz sagte im Schweizer Radio DRS, sie sei am Mittwochmorgen vor Öffnung ihres Geschäfts von der Polizei aufgefordert worden, Schriften des Dalai Lama, tibetische Gebetsbücher und die Flagge aus dem Schaufenster zu entfernen.

Merz tat wie geheissen, zumal die Polizei erklärte, sie werde die Gegenstände beschlagnahmen, komme Merz der Aufforderung nicht nach. Später intervenierte sie jedoch bei der Polizei und erreichte nach längerem Hin und Her, dass sie die Bücher wieder ins Schaufenster stellen durfte. Die Flagge hingegen musste verborgen bleiben.

Tibet-Demo bewilligt

Der Sprecher des WEF-Ausschusses der Bündner Regierung, André Kraske, erklärte dazu, die Davoser Regierung habe für Mittwoch eine Demonstration von Tibetern bewilligt mit der klaren Auflage, die Kundgebung müsse am Bahnhof Davos-Platz stattfinden.

«Dann kann es natürlich nicht sein, dass Leute an einem anderen Ort so etwas wie eine Demonstration machen», begründete Kraske das Vorgehen der Ordnungshüter.

Keine rechtliche Grundlage

«Für ein solches Vorgehen auf privatem Grund fehlt jede rechtliche Grundlage», erklärte hingegen Catherine Weber, Geschäftsführerin des Verbandes Demokratische Juristinnen und Juristen der Schweiz. Die Aktion der Kantonspolizei sei zudem «völlig unverhältnismässig» gewesen, sagte Weber.

(sda/hesa)

Kommentare aktiv...

F. Rihs

Büren an der Aare
Verfasst am:
30.1.2009 0:40

 

Aha

Wenn man in der Öffentlichkeit seine Meinung... mehr …

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F. Rihs

Büren an der Aare
Verfasst am:
30.1.2009 0:38

 

Zustände wie in der ehemaligen DDR

Mich erinnert das mehr an die Volksrepublik... mehr …

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F. Rihs

Büren an der Aare
Verfasst am:
30.1.2009 0:33

 

WEF hin oder her

Das ist absolut inakzeptabel. Wo leben wir denn... mehr …

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Dieser Artikel wurde archiviert. Die Kommentarmöglichkeit wurde deshalb deaktiviert. Vielen Dank für Ihr Interesse.
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