Schweiz
Festnahmen bei Pro-Tibet-Demo in Bern
Spezielle Sicherheitsmassnahmen für hohe WEF-Gäste
Am Tag vor dem Start des Weltwirtschaftsforums WEF in Davos sind die ersten Gäste eingetroffen. Für die Sicherheit des WEF stehen insgesamt gegen 4400 Angehörige der Armee im Einsatz. Bei einem Arbeitsbesuch des chinesischen Premiers am Rande des Forums wurden in Bern mehrere Personen festgenommen.
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Der Armee entstehen bei der WEF-Bewachung Zusatzkosten von rund zwei Millionen Franken, wie die Armee mitteilte. Die Soldaten sind zum grössten Teil aber nicht in Davos, sondern in der umliegenden Region stationiert. So bewachen beispielsweise Armeeangehörige das für die Gegend wichtige Wasserkraftwerk in Küblis.
Heikle Gäste brauchen jedoch zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen. Bevor der chinesische Premierminister Wen Jiabao nach Davos weiterreiste, war bei seinem Empfang des Bundesrats in Bern ein spezielles Sicherheitsdispositiv nötig - wohl auch als Folge des Eklats beim Besuch des chinesischen Staatspräsidenten Jiang Zemin vor zehn Jahren in Bern, als dieser sich an Protestaktionen von Exil-Tibetern empörte.
Der Bundesplatz und angrenzende Strassen waren für den Verkehr gesperrt worden. Die Mitarbeiter im Bundeshaus und anderen Bundesgebäuden waren ersucht worden, am Nachmittag und Abend sämtliche gegen die Strasse oder den Bundesplatz gerichteten Fenster, Balkontüren und Dachluken geschlossen zu halten.
Eine Bewilligung für eine Demonstration gab es nicht. Die Kundgebung blieb relativ klein. 50 bis 80 Demonstranten skandierten vor dem abgesperrten Platz Parolen und forderten auf kleinen Transparenten «Free Tibet». 21 beteiligte Personen wurden von der Polizei abgeführt.
Auch für den russischen Ministerpräsidenten Wladimir Putin werden spezielle Sicherheitsvorkehrungen ins Auge gefasst. Putin wird das WEF am Mittwoch eröffnen. Eventuell wird er aber auch am Eishockey-Champions-League-Final am selben Tag in Rapperswil-Jona erscheinen - der bekennende Eishockey-Fan wurde jedenfalls vom Internationalen Eishockeyverband eingeladen.
Die Kantonspolizei St. Gallen, die für Sicherheit rund um das Spiel zuständig ist, weiss noch nichts von Putins Erscheinen. «Wir sind aber sowieso für den Anlass angemessen vorbereitet», wie Sprecher Hans Eggenberger gegenüber «tagesschau.sf.tv» sagte.
Bundesrat Ueli Maurer wird in Rapperswil-Jona erscheinen. Falls Putin nun auch käme, würden damit aber sicherlich höhere Sicherheitsvorkehrungen nötig, so Eggenberger.
Das Schweizer Fernsehen überträgt das WEF vom Mittwoch, 28. Januar bis Sonntag, 1. Februar während 40 Stunden auf SF info. Alle Sendungen werden zudem live im Internet auf www.wef.sf.tv übertragen.
(ap/sf/frua)
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J. Flury, Romanshorn
Verfasst am: 29.1.2009 12:57
keine Schaulustige
Nein da werden Neo-Nazis beschützt und... mehr
Zustimmen — 2 Leser sind auch dieser Meinung.
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E. Anmerkender, Deutschland
Verfasst am: 28.1.2009 0:31
Guter Vergleich
Bei einer angemeldeten Demo hätten die... mehr
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C. Meister, Cham
Verfasst am: 27.1.2009 23:05
2 Punkte zu diesem Thema
Die Schweiz ist Depositärstaat der... mehr
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