Wirtschaft
WEF: Wichtiges wird beim Kaffee besprochen
Desolate Wirtschaftslage verändert Zweck des Forums
Inmitten der Finanzkrise weilen rund 2500 Wirtschaftsleute vom 28. Januar bis am 1.Februar am World Economic Forum (WEF) in Davos. Dies obwohl bekannt ist, dass am Gipfel jeweils keine bahnbrechenden Entscheide gefällt werden. Was treibt die Wirtschaftbosse dorthin? Das Wiederfinden der Rolle, sagt ein Philosoph, der informelle Austausch, sagt der WEF-Cheforganisator.
- SF Wissen: Dossier World Economic Forum (WEF)
- «Eco»
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Die globale Elite habe sich lange von der Illusion leiten lassen, dass die Welt steuerbar sei, sagt Dr. Markus Christen, Philosoph an der Universität Zürich gegenüber der SF-Sendung «Eco».
Die zerbrochene Illusion habe das Selbstverständnis der Banker und Wirtschafts-Kader tief getroffen. Gipfel, an denen schnellstmöglichst Lösungen gefunden werden sollten, seien in einer solchen Situation kontraproduktiv «Die Leute suchen sich jetzt einen Ort, an dem man philosophieren kann, um sich klar zu werden, was ihre Rolle und was ihr Selbstverständnis in dem globalen Spiel ist», äussert sich Christen weiter.
In der heutigen Welt sei die Vernetzung sehr wichtig, sagt André Schneider, Cheforganisator des WEF. Wer denke, alles alleine entscheiden zu können, liege falsch.
«Wir sind eine vernetzte Gesellschaft, das heisst, wir können auf einer Seite was machen, und stellen fest, dass auf einer anderen Seite etwas ganz anderes passiert. Deshalb ist es umso wichtiger, dass die Leute informell zusammen kommen können und sich mit ganz vielen Leuten aus verschiedenen Bereichen austauschen können, um zu verstehen, was die Vernetzung ist und wie sie diese in ihren Entscheidungsprozess integrieren können», so Schneider gegenüber «Eco».
Top-Manager müssten verstehen, dass es zwar schön ist, in einem Jahr noch mehr zu verdienen als alle anderen, aber dass dies auf Dauer nicht möglich sei. Es gehe nun darum, sich zurück zu besinnen auf moralische und ethische Rahmenbedingungen, erläutert Schneider.
Prof. Dr. phil. Eric Lippmann, Professor an der Zürcher Hochschule für Angewandte Psychologie, betont, dass am WEF die Kaffeepause wichtiger sei als die Konferenz selbst. Der damit verbundene informelle Charakter verhindere Konformitätsdruck, was wiederum zur Vermeidung von Fehlentscheiden beitrage.
(sf/bosy)
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E. Raouf, Gsteigwiler
Verfasst am: 27.1.2009 1:16
verbrecher
WEF= bilderberger.NWO -guys. sie verfolgen nur... mehr
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H. Bernoulli, Zürich
Verfasst am: 27.1.2009 0:25
Ob wohl das diesjährige Wef
zur not-wendigen Einsicht führen wird, dass... mehr
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C. Hertach, Zug
Verfasst am: 26.1.2009 21:58
C. Hertach
Naja, Fauser, Dimitropulos, Zuber... Was kann ich... mehr
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