International
Wie Obama das amerikanische Volk umarmt
Kommunikations-Experte analysiert Antrittsrede
Der neue US-Präsident Barack Obama hat bei seiner Antrittsrede die Massen begeistert. Obamas geschickte Rhetorik trägt zu seiner Beliebtheit stark bei. Dabei spielen Schlüsselbegriffe wie Offenheit, Nähe und Demut eine tragende Rolle.
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Während des Wahlkampfes standen die Reden Obamas immer wieder im Fokus und gelten heute als Garant für den späteren Triumph. Vor allem seine Rede in Berlin während seiner Europatour sowie seine Rede zur Rassenthematik werden mit Meisterreden früherer Präsidenten verglichen.
Obamas Antrittsrede reiht sich laut Experten ebenfalls in diese Liste ein. Sein Auftritt vor rund zwei Millionen Menschen sei bemerkenswert gewesen, erklärt Wolfram Obert, Dozent für Kommunikationsstrategien an der Universität Fribourg.
Obert sieht in der Rhetorik Obamas vor allem den Ausdruck seines Wesens. Offenheit und Nähe ziehe sich durch seine ganze Rede. Sein Umgang mit politischen Gegnern sei geprägt von Offenheit. Sein Mass an Offenheit erinnere stark an den früheren demokratischen US-Präsidenten John F. Kennedy.
Seine Sozialkompetenz und seine Herzlichkeit finden ebenfalls Platz in seiner Antrittsrede. Auffallend vor allem im Mittelteil der Rede ist die Häufung des Wortes «Wir» («we»). Obert sieht hier den Versuch der Distanz-Verkürzung zwischen Volk und Politik und fügt die spontane Einladung des Piloten und der Crew beim Flugzeugabsturz auf den New Yorker Hudson River als Beispiel an. Diese Schaffung von Offenheit und Nähe sei eine absolute Notwendigkeit der heutigen Zeit und trage zur Popularität Obamas bei.
Der kommunikationsstrategische Höhepunkt folgte laut Obert bereits am Anfang seiner Rede im fünften Wort. Den Begriff der Demut («humbled») benutze Obama öfter als unumgänglichen Wert seiner Politik. Auch hier vermutet Obert den Begriff als Ausdruck einer Wesensart Obamas. Zugleich setze Obama mit diesem rhetorischen Kniff eine Art Minimalismus gleich zu Beginn seiner Rede fest: «Wer vor grossen Herausforderungen steht und mit »Demut« beginnt, der kann nur Grosses leisten wollten.» Dies sei taktisch geschickt von Obama, gerade vor dem Hintergrund der derzeitigen Finanzkrise und der Herausforderungen der amerikanischen Aussenpolitik im Irak, im Iran sowie in Afghanistan.
Geschickt baut er auf Werte, was nach Obert keine Kritik sein soll. Werte, wie sie Obama immer wieder in Reden hochhält, seien in der Gesellschaft verloren gegangen. Obama wecke dabei Hoffnung auf die Rückkehr der verschiedenen genannten Werte.
Obert betont in seinem Fazit die bildliche Sprache Obamas und erklärt, dass der Versuch Obamas die «Leute zu sich auf den Weg zu nehmen» in seiner Antrittsrede durchaus geglückt sei.
(sf/koua)
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F. Frei, Buriram
Verfasst am: 22.1.2009 10:29
Gut hat er keine Zeit für sf.tv
sonst müsste er noch das Lafern einiger zu kurz... mehr
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F. Beetschen, Davos
Verfasst am: 21.1.2009 20:47
Mr. OBAMA
Kraft - Mut und Entschlossenheit gepaart von... mehr
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W. Kathriner, Sarnen
Verfasst am: 21.1.2009 20:45
mein lieber marty nicht so verwirrt !
lafern hat sicher mehr mit Blocheristen zu tun,... mehr
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