International
Obama ruft zu Hoffnung und Einigkeit auf
Antrittsrede richtet sich auch ans Ausland
Der neue US-Präsident Barack Obama hat die Vereinigten Staaten aufgerufen, in der Zeit der Krise zusammenzustehen. Unmittelbar nach seiner Vereidigung sagte Obama vor dem Kapitol in Washington, er übernehme die Führung der Nation in einer schweren Zeit.
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Die Nation müsse «Hoffnung über Angst, Einigkeit im Ziel über Konflikt und Zwietracht» stellen, um die schwerste Wirtschaftskrise seit Anfang des 20. Jahrhunderts zu überwinden.
Die Herausforderungen könnten nicht in kurzer Zeit bewältigt werden, sagte Obama und fügte hinzu: «Aber das sollst du wissen, Amerika, sie werden bewältigt.» Die Schwächung der Wirtschaft sei auch eine Folge der «Gier und des unverantwortlichen Handelns» von einigen Personen, kritisierte der neue Präsident.
Es gebe aber auch «unser kollektives Versagen, schwere Entscheidungen zu treffen und die Nation auf eine neue Ära vorzubereiten».
Obama rief dazu auf, den neuen Herausforderungen mit alten Werten zu begegnen und nannte «harte Arbeit und Ehrlichkeit, Mut und Fair-Play, Toleranz und Neugier, Loyalität und Patriotismus». Diese Werte seien «die stille Kraft des Fortschritts in unserer gesamten Geschichte» gewesen.
An die Adresse des Auslandes gerichtet sagte er nach seiner Vereidigung in Washington: «Amerika ist ein Freund jeder Nation und jedes Mannes, jeder Frau und jedes Kindes, die eine Zukunft in Frieden und Würde anstreben.» Und er fügte hinzu: «Und wir sind einmal mehr bereit, die Führung zu übernehmen.»
Amerikas militärische Macht sei aber auch Verpflichtung, betonte er: «Unsere Sicherheit entstammt aus der Gerechtigkeit unserer Sache, der Kraft unseres guten Beispiels.»
Zugleich reichte Obama den Muslimen die Hand. «Wir suchen einen Weg in die Zukunft, basierend auf gemeinsamen Interessen und gegenseitigen Respekts.» Gleichzeitig warnte er diejenigen, die sich dem Terrorismus verschrieben haben: «Ihr könnt uns nicht überdauern und wir werden Euch besiegen.»
Obama versicherte, die Truppen aus dem Irak verantwortungsvoll abzuziehen und sich für Frieden in Afghanistan einzusetzen.
Der an Krebs erkrankte US-Senator Edward Kennedy brach später beim Mittagessen zu Ehren des neuen US-Präsidenten zusammen.
Nach dem Schwächeanfall ist der Senator jedoch auf dem Wege der Besserung. Der zuständige Neurochirurg teilte mit, der 76-Jährige könne die Klinik am Donnerstagmorgen wieder verlassen.
Kennedys Frau Vicki und ihr Sohn Patrick begleiteten den Senator ins Washington Hospital Center. Nach einem Besuch im Krankenhaus sagte Senator John Kerry, Kennedy werde über Nacht in der Klinik bleiben, mache aber schon wieder Witze.
Der seit vergangenem Jahr an einem Gehirntumor erkrankte Politiker schien zunächst in guter Stimmung, als er die feierliche Vereidigung Obamas auf den Stufen des Kapitols verfolgte. Während eines festlichen Mittagessens des Kongresses mit Obama habe Kennedy mitten in einem Satz aufgehört zu sprechen, sagte der frühere Vizepräsident Walter Mondale. «Es war ein ziemlicher Schock für uns alle.»
Obama sagte, er habe die Unruhe bei dem Lunch mitbekommen. «Ich würde lügen, wenn ich nicht sagen würde, dass ein Teil von mir jetzt bei ihm ist», sagte der neue Präsident. «Meine Gebete begleiten ihn, seine Familie und Vicki.»
Kennedy war im Juni 2008 wegen eines Gehirntumors operiert worden. Nach einer sechswöchigen Chemo- und Strahlentherapie zeigte er sich wieder in der Öffentlichkeit. Bereits im Vorwahlkampf der Demokratischen Partei stellte er sich auf die Seite Obamas.
(ap/frua/godc)
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R. Fauser, Augsburg
Verfasst am: 21.1.2009 21:54
Nuancen,
meinen Sie, Entscheidungen, getätigt von... mehr
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R. Fauser, Augsburg
Verfasst am: 21.1.2009 21:43
Das versuche ich,
in Anbetracht der Realität finde ich mich in... mehr
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J. Stump, Zürich
Verfasst am: 21.1.2009 13:17
Sie haben mich falsch verstanden
Mit diesen Worten meine ich, dass auch Obama in... mehr
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