Vermischtes
Piccards Solarzellen-Flugzeug besteht Härtetest
Test auf Jungfraujoch
Die für das im Bau befindliche Solarflugzeug von Betrand Piccard vorgesehenen Solarzellen haben sich in einem ersten Witterungs- und Höhentest auf dem Jungfraujoch bewährt. Der Abenteurer hat für sein Solarflugzeug, mit dem er die Welt umfliegen will, offenbar die richtigen Solarzellen ausgewählt.
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Die ersten Ergebnisse zeigten einen Wirkungsgrad von 22 Prozent. Die von Piccard gewählten ultradünnen monokristallinen Silizium-Hochleistungszellen wiesen damit eine um rund 50 Prozent höhere Effizienz auf als konventionelle Solarzellen, wie das bernische Energieunternehmen BKW mitteilt.
Die Angaben des kalifornischen Herstellers der Solarzellen hätten sich damit auch auf 3580 Metern über Höhe im Härtetest als richtig erwiesen. Diese Höhe entspricht gemäss Angaben der BKW etwas weniger als der Hälfte der geplanten maximalen Flughöhe von Piccards «Solar Impulse».
Die BKW respektive ihre Tochtergesellschat Mont-Soleil (GMS) nehmen die Solarzellen unter die Lupe, weil die GMS seit 1992 ein internationales Solarenergie-Testzentrum auf dem Mont-Soleil im Berner Jura betreibt.
Gemessen wird mit einem Testmodul aus 24 Zellen und einer Referenzzelle als Strahlungsmessgerät. Seit Beginn der Tests im Dezember herrschten auf dem Jungfraujoch extreme Temperaturschwankungen. Auch blies der Wind mit einer Geschwindigkeit von bis zu 250 Stundenkilometern über die Zellen.
Piccard hat sein Solarflugzeug bisher erst im Simulator gesteuert. Der Ballon Rekordfahrer aus dem Waadtland versteht das Projekt auch als Vision für eine nachhaltige Energienutzung. Die Testeinrichtung auf dem Jungfraujoch bleibt voraussichtlich noch einige Monate in Betrieb.
(ap/sda/weis)
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