Schweiz
UBS und BKW für Schmähpreis nominiert
Nominationen für «Public Eye Award» in Davos
Für die «Public Eye Awards 2009» sind unter anderen die Grossbank UBS und das Berner Stromunternehmen BKW nominiert. Der Schmähpreis wird Ende Januar, am Eröffnungstag des Weltwirtschaftsforums (WEF), in Davos verliehen.
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Die UBS habe in den letzten Jahren ein «desaströses Risikomanagement» betrieben, teilten die Erklärung von Bern (EvB) und Greenpeace mit.
Die BKW wird gerügt, weil sie sich am Bau eines Kohlekraftwerks in Dörpen (Norddeutschland) beteiligen will. Kohlekraftwerke stossen klimaschädigendes CO2 aus.
UBS und BKW sind für die Kategorie «Swiss Award» nominiert. Als drittes Unternehmen droht dem Nahrungsmittelkonzern Nestlé, in dieser Kategorie ausgezeichnet zu werden. Nestlé wird kritisiert, weil das Unternehmen wiederholt Globalisierungskritiker von Attac durch die Securitas bespitzeln liess.
Für den «Global Award» sind ebenfalls drei Unternehmen nominiert: So der US-Baukonzern Newmont Mining, weil dieser eine «skandalöse Baumine» in Ghana (Westafrika) plane. Das englische Textilunternehmen Tesco wird gerügt, weil es seine Näherinnen systematisch ausbeute.
Als drittes ist die französische Bank BNP Paribas nominiert. Diese finanziere den Bau eines Atomkraftwerkes in Bulgarien, und zwar in einem Gebiet, das erdbebengefährdet sei, teilten EvB und Greenpeace mit. Die beiden Organisationen verleihen die diesjährigen Awards, wobei Greenpeace die Umweltorganisation Pro Natura ersetzt hat.
Die Verleihung findet am 28. Januar in Davos statt, dem Eröffnungstag des WEF. Durch die Veranstaltung führt der Schauspieler Anatole Taubman, bekannt durch seine Schurken-Rolle im neusten Bond-Film. Für Unterhaltung sollen der Musiker Greis und der Satiriker Patrick Frey sorgen.
Die SP-Nationalrätin Susanne Leutenegger Oberholzer sowie der frühere CDU-Spitzenpolitiker Heiner Geissler halten Eröffungsreden. Geissler hatte mit seinem Beitritt zur Organisation Attac vor knapp zwei Jahren in Deutschland für Aufsehen gesorgt.
Neben dem «Global Award» und dem «Swiss Award» wird weiter ein Gewinner in den Kategorie «Positive Award» und «People's Award» ausgemacht. Der «Positive Award» soll an einen «mutigen Mitarbeiter» gehen. Denn ohne Druck von unten verbessere sich die Unternehmensverantwortung nicht, heisst es.
An an welches «rücksichtslose» Unternehmen der «People's Award» gehen soll, kann von allen per Internet bestimmt werden. Die «Public Eye Awards» werden in diesem Jahr zum fünften Mal verliehen. Die Nominationen kamen von Nichtregierungsorganisationen im In- und Ausland.
(sda/bosl)
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