International
IKRK: «Phosphorgranaten sind rechtens»
Vorwurf von Human Rights Watch nicht belegt
Die israelischen Streitkräfte verstossen mit dem Einsatz von Phosphorgranaten im Gazastreifen nach Einschätzung des Roten Kreuzes nicht gegen internationales Recht.
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Es sei nicht ungewöhnlich, Phosphor zur Erzeugung von Rauch anzuwenden oder um Ziele zu erleuchten, sagte der Waffenexperte des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK), Peter Herby.
«Wir haben keine Anhaltspunkte, dass es für einen anderen Zweck eingesetzt wird.» Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch hatte Israel zuvor beschuldigt, Phosphor einzusetzen und warnt vor extremen Bränden und Verletzungen bei Zivilpersonen.
Der Stoff entzündet sich beim Auftreffen auf die menschliche Haut und hört erst auf zu brennen, wenn Sauerstoff fehlt. Deswegen können Phosphorgranaten schwerste Verletzungen verursachen. Es gibt den Verdacht, dass im Gazastreifen zehn Verbrennungsopfer mit Phosphor in Berührung gekommen sein könnten.
Nach Angaben des IKRK ist es unter internationalem Recht erlaubt, Phosphor zur Erzeugung von Rauch oder als Leuchtmittel einzusetzen. Es gebe keine Beweise, dass Israel die Granaten absichtlich in fragwürdiger Weise verwende, etwa um Gebäude niederzubrennen.
(ap/weis)
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