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Schweiz

«Schallende Ohrfeige für SVP»

Sonntag, 11. Januar 2009, 15:49 Uhr, Aktualisiert 12.01.2009, 17:47 Uhr

Kontroverse um Widmer-Schlumpf

Mit einer überwältigenden Mehrheit von 70 Prozent hat das TV-Publikum Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf zur «Schweizerin des Jahres» 2008 gewählt. Auch die Nutzer von tagesschau.sf.tv stehen hinter dieser Wahl. Die SVP, die Widmer-Schlumpf aus der Partei ausgeschlossen hatte, bleibt gelassen: Der «SwissAward» sei weder repräsentativ noch eine politische Wahl.

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Wahl und Reaktionen
Video Swiss Award Verleihung                          Wahl und Reaktionen (11.01.09)
Video Wahl und Reaktionen Swiss Award Verleihung (11.01.09)

«Der SwissAward ist ein Show-Event», sagt Alain Hauert, Sprecher der SVP Schweiz, gegenüber tagesschau.sf.tv. «Diese Wahl ist für uns nicht repräsentativ für die Meinung der ganzen Bevölkerung und keinesfalls mit einem politischen Wahlergebnis vergleichbar.»

Auch die grosse Mehrheit von 70 Prozent aller Stimmen, die Eveline Widmer-Schlumpf auf sich vereinen konnte, beeindruckt die SVP nicht. «Dies ist kein Votum gegen unsere Partei», ist Hauert überzeugt. «Frau Widmer-Schlumpf ist nicht Mitglied der SVP, sondern BDP-Politikerin. Die Unterstützung für sie kam denn auch von Mitte-Links. In unseren Kreisen hat Widmer-Schlumpf nach wie vor keinen Rückhalt.»

«Sie ist blitzgescheit»

Die Wahl von Widmer-Schlumpf zur «Schweizerin des Jahres» unterstützt auch die Mehrheit der Nutzer von tagesschau.sf.tv. In einer nicht repräsentativen Umfrage erachten 53 Prozent die Wahl als richtig. 45 Prozent sind nicht einverstanden. An der Umfrage nahmen 3570 Nutzer teil (Stand Montag, 12. Januar, 14.35Uhr).

Die Wahl gibt auch unter den Kommentatoren zu reden. «Eine schallende Ohrfeige für die SVP», urteilt F. H. aus Arbon. J. Lütholf aus Alicante schreibt: «Hätte die SVP diese Frau behalten, wäre diese Ehre auch auf die Partei gefallen.» Und für E. Hasler aus Zürich ist klar: «Sie ist charmant, humorvoll und blitzgescheit, eine Schafferin und äusserst belastbar. Was kann sich die Schweiz für ein Regierungsmitglied mehr wünschen?»

Eine «Egoistin als ‹Schweizerin des Jahres›»?

Noch nicht verdaut haben viele die umstrittene Wahl Widmer-Schlumpfs zur Nachfolgerin von Bundesrat Christoph Blocher. «Ich bin Parteiloser, aber nicht auf einem Ohr taub», schreibt W. Rolli aus Wattwil. «Ich habe das Verhalten von EWS bei der Wahl in den Bundesrat nicht vergessen. Das war alles andere als sauber.»

«Eine reine Egoistin und Trittbrettfahrerin als Schweizerin des Jahres?», fragt sich W. Staub aus Schwarzenbach: «Wie tief muss das Niveau in der Schweiz doch gesunken sein.» Auch R. Angstmann aus Hütten denkt zurück an die Wahl im Dezember 2007: «Hier scheint in Vergessenheit zu geraten, was für hinterhältige Machenschaften [...] getrieben haben, um Widmer-Schlumpf als Bundesrätin überhaupt zu portieren: Mobbing gegen Blocher (der abgewählte Bundesrat wär wohl eher Schweizer des Jahres!).»

(sf/meip)

Kommentare aktiv...

A. Parisi

Winti
Verfasst am:
13.1.2009 12:14

 

Alternativer Preis

Wie wäre es, wenn man CeBe einen alternativen... mehr …

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R. Bolliger

Orpund
Verfasst am:
13.1.2009 7:11

 

Die "Seitenzuordnung"...

...der Kritiker dieser Wahl, haben Sie,... mehr …

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M. marty

buch
Verfasst am:
13.1.2009 0:13

 

A.Ludin

bitte übertreiben Sie nicht so masslos. Oder... mehr …

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