zum Inhalt
zu weiterem Inhalt
zu den Hauptkategorien
zu den Unterkategorien

Sie befinden sich im Pfad:

Inhalt
International

Israel kündigt «Eskalation» an

Samstag, 10. Januar 2009, 2:19 Uhr, Aktualisiert 23:34 Uhr

«Neue Phase im Krieg gegen Terror»

Die israelische Luftwaffe hat den Bewohnern des Gazastreifens in Flugblättern eine Eskalation der Militäroffensive angekündigt. Nach Militärangaben wurden die Flugblätter über dem gesamten Gazastreifen abgeworfen. Zuvor hatte Israel aus humanitären Gründen eine dreistündige Feuerpause eingelegt.

Videoplayer
Krieg geht weiter

Die Flugblätter seien als «allgemeine Warnung» gedacht. Angekündigt wird eine «neue Phase im Krieg gegen den Terror».

Zuvor hatte Israel erneut - wie schon am Mittwoch und Donnerstag - seine Angriffe unterbrochen, um Rettungskräften und Hilfsorganisationen Gelegenheit zur Versorgung der Bevölkerung zu geben.

Viele Opfer seit Beginn der Offensive

Israel und die Hamas hatten am Morgen ihre Gefechte im Gazastreifen auch am 15. Tag in Folge fortgesetzt. In der Nacht seien über 40 Ziele bombardiert worden, erklärte ein israelischer Militärsprecher. Darunter seien Raketenabschussrampen, Waffenlager und -werkstätten und eine Luftabwehrstellung militanter Palästinenser gewesen.

Israel hat die Offensive vor zwei Wochen begonnen, seither kamen bei den Angriffen mehr als 800 Palästinenser ums Leben. Nach offiziellen israelischen Angaben richtet sich die Aktion ausschliesslich gegen Mitglieder der regierenden Hamas-Organisation, um Raketenangriffe auf den Süden Israels zu stoppen. Nach palästinensischen Angaben sind etwa die Hälfte der Opfer unbeteiligte Zivilpersonen. Auf israelischer Seite kamen bisher 13 Menschen ums Leben.

Steinmeier versucht zu vermitteln

Unterdessen gehen die Bemühungen um eine Waffenruhe weiter. Der deutsche Aussenminister Frank-Walter Steinmeier traf zum Auftakt seiner zweitägigen Nahost-Vermittlungsmission am Samstag in Kairo mit dem ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak zusammen.

Ziel sei es, einen «Arbeitsplan für einen dauerhaften Waffenstillstand» zustande zu bringen, sagte Steinmeier nach dem Treffen. «Wir müssen jetzt hartnäckig daran arbeiten, die Voraussetzungen für ein Ende des Krieges zu schaffen.»

Lob für Ägypten

Der Deutsche Aussenminister würdigte die Rolle Ägyptens bei den Bemühungen um ein Ende der Gewalt im Gazastreifen. Ägypten habe «einen zentralen Beitrag zum Zustandekommen der UNO-Resolution geleistet», sagte er. Allerdings werde mit der Resolution allein kein Ende der Kämpfe erreicht.

Steinmeier will noch heute nach Israel weiterreisen. Dort sind am Wochenende unter anderem Gespräche mit Staatschef Schimon Peres und Aussenministerin Zipi Livni geplant.

Abbas will Friedenstruppen

Mubarak traf am Samstag in Kairo auch mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas zusammen. Dieser verlangte eine sofortige Umsetzung der UNO-Forderung nach einer Waffenruhe im Gazastreifen. «Wir können uns nicht den Luxus leisten, Zeit zu verlieren», sagte er nach dem Treffen.

Abbas sprach sich unterdessen für die Entsendung einer internationalen Truppe in den Gazastreifen aus. «Wir brauchen eine internationale Präsenz zum Schutz der Menschen im Gazastreifen und nicht nur internationale Beobachter an der Grenze zu Ägypten», betonte er.

Die Hamas, die an diesem Wochenende Gespräche mit der ägyptischen Führung in Kairo über den Weg zu einer Waffenruhe führt, will keine ausländischen Soldaten im Gazastreifen.

UNO verlangt Sicherheitsgarantien

Die UNO bemühte sich unterdessen um die Wiederaufnahme von Hilfslieferungen an die notleidende Bevölkerung. Von Israel verlangte sie Garantien für die Sicherheit ihrer Mitarbeiter. UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon zeigte sich enttäuscht, dass die Waffenstillstands-Resolution des Sicherheitsrats missachtet wurde.

weitere Inhalte
Alles zu Vancouver 2010 bei SF Sport
 

Ist Deutschland unter den gegebenen Umständen berechtigt, die illegal erworbenen Steuer-Daten über deutsche Staatsbürger zu kaufen?

Diese Umfrage ist geschlossen.

Porträt des SF-Korrespondenten Stefan Reinhart in Berlin.
Tagesschau Sendungssignet
Logo von SF Wissen
Das alte Logo der ersten Tagesschau in schwarz-weiss.

Tagesschau Zeitreise

1953 flimmerte die erste Tagesschau in Schweizer Wohnzimmer

 
Schriftzug «Tagesschau Backstage» vor der Bildschirmwand im Regieraum.

Hinter den Kulissen

Ein Tag mit dabei in der Redaktion Tagesschau

 
 

Blog

 

Seitenende Startseite
zur Unterrubrikenauswahl
zum Inhalt
Kontakt
Sitemap
Suche
Weitere Inhalte
Hauptrubriken Auswahl
Sendungen A-Z