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Boom bei Gemeindefusionen

Mittwoch, 7. Januar 2009, 12:32 Uhr, Aktualisiert 15:25 Uhr

Schweiz hat noch 2636 Gemeinden

Immer mehr Kommunen schliessen sich zusammen: 2008 verschwanden in der Schweiz 79 Gemeinden. So viele wie noch nie.

Die Landsgemeinde des Kantons Glarus hat beschlossen, die Anzahl Gemeinden von 25 auf 3 zu reduzieren.
Der Kanton Glarus will nur noch drei Gemeinden. (reuters)

In der Schweiz gibt es seit Jahresbeginn noch 2636 Gemeinden, 79 weniger als Anfang 2008. Dies ist die grösste Abnahme des Bestandes seit der Gründung des Bundesstaates 1848. Damals gab es noch über 3200 Gemeinden.

Wie das Bundesamt für Statistik mitteilt, ist diese Abnahme die Folge von Fusionen. Die bevölkerungsmässig grösste entstandene Gemeinde liegt im Val-de-Travers im Kanton Neuenburg. Die flächenmässig grösste Gemeinde entstand auf Anfang 2009 im Kanton Graubünden aus dem Zusammenschluss von Wiesen und Davos.

Seit Ende des letzten Jahrhunderts fusionieren immer mehr ländliche Kleingemeinden zu grösseren Einheiten, weil sie die wachsenden sozialen und Infrastruktur-Kosten nicht mehr alleine tragen können.

In einigen Kantonen werden Gemeindezusammenschlüsse aktiv gefördert und finanziell unterstützt. Im Kanton Thurgau wurde zwischen 1990 und 2000 der Gemeindebestand von 179 auf 80 reduziert. Der Trend zu grösseren Einheiten dürfte weiter anhalten.

So steht beispielsweise für 2009 der Zusammenschluss von Littau mit der Stadt Luzern an. Der Kanton Glarus hat beschlossen, bis 2011 die Anzahl Gemeinden von heute 25 auf neu 3 Gemeinden zu reduzieren.

(sda/humg)

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